Salzburger Festspiele 2013 - Neuer Rekord mit 280 Veranstaltungen

Das größte Klassikfestival startet am 19. Juli mit Haydns „Die Schöpfung“. Im Zentrum der Festspiele 2013 stehen aberr heuer Richard Wagner und Giuseppe Verdi, die beide vor 200 Jahren geboren wurden.

Salzburg – Am 19. Juli beginnen die Salzburger Festspiele 2013 mit „Die Schöpfung“ von Joseph Hadyn. Bis zum Sonntag, den 1. September, folgen insgesamt 280 Veranstaltungen - das ist neuer Rekord beim größten Klassikfestival der Welt. 260.000 Karten sind aufgelegt, 88 Prozent davon waren mit Stand 5. Juli bereits verkauft. Das Budget der Salzburger Festspiele 2013 beträgt 60 Mio. Euro regulär plus 2,6 Mio. Euro, die Intendant Alexander Pereira extra ausgeben kann für das musikalisch-soziale Jugendprojekt „El Sistema“ aus Venezuela.

Offiziell werden die Festspiele erst am Freitag, dem 26. Juli eröffnet. Aber wie im vergangenen Jahr erstmals und erfolgreich, hat Intendant Pereira den Festspielen erneut die sogenannte „Ouverture Spirituelle“ vorangestellt. 16 verschiedene Konzertprogramme mit geistlicher Musik des Christentums und des Buddhismus sollen dabei auf ebenso hohem Niveau wiedergegeben werden wie das gigantisch große Konzertangebot insgesamt.

Im Zentrum der Festspiele 2013 stehen heuer Richard Wagner und Giuseppe Verdi, die beide vor 200 Jahren geboren wurden. Gezeigt werden die Opern „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Rienzi“, „Don Carlo“, „Falstaff“, „Giovanna D‘Arco“ und „Nabucco“. Diese zentralen Werke der Opern-Literatur werden traditionsgemäß ergänzt durch Mozart, nämlich „Lucio Silla“ und „Cosi fan tutte“. Außerdem ist „Die Entführung aus dem Serail“ angesetzt, und zwar als TV-Koproduktion mit Red Bull im Hangar 7. Der Festspiel-Beitrag zur Oper der Moderne ist „Gawain“ von Harrison Birtwistle.

„Jedermann“ neuinszeniert

Neu und mit besonderer Spannung erwartet wird heuer der „Jedermann“ - Salzburgs seit 1920 so gut wie ununterbrochen gegebenes Paradestück. In der Hauptrolle wird Cornelius Obonya auf dem Domplatz spielen, seine „Buhlschaft“ ist die bayerische Schauspielerin Brigitte Hobmeier. Die Neuinszenierung des Traditionsstückes von Hugo von Hofmannsthal übernehmen der Brite Julian Crouch und der Amerikaner Brian Mertes. Die weiteren Theater-Höhepunkte könnten die Inszenierungen von Schillers „Die Jungfrau von Orleans“, „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare und Mendelssohn, „Lumpazivagabundus“ von Nestroy oder eines der vier Produktionen der Reihe „Young Directors Project“ werden.

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Die „El Sistema“-Musiker kommen nicht nur mit ihrem Topstar Gustavo Dudamel nach Salzburg. Insgesamt werden 1300 Kinder und Jugendliche aus Venezuela 14 Konzerte spielen. Die Wiener Philharmoniker geben ihre traditionsreichen fünf Konzerte mit den Dirigenten Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Christian Thielemann, Riccardo Muti und Lorin Maazel, während die Gastorchester heuer aus Rom, München, Berlin, Leipzig, Israel/Palästina oder Tokio kommen und mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Mariss Jansons, Simon Rattle, oder Riccardo Chailly auftreten werden.

Auch bei den Sängern bieten die Salzburger Festspiele die gewohnte Starparade, so kommen neben Anna Netrebko und Placido Domingo Topsolisten wie Jonas Kaufmann, Edita Gruberova, Thomas Hampson, Cecilia Bartoli, Genia Kühmeier oder Elina Garanca. Ähnlich prominent klingt die Besetzungsliste der Instrumentalsolisten, da seien Namen wie Grigory Sokolov, Christian Tetzlaff, Maurizio Pollini oder das Hagen Quartett erwähnt, das einen eigenen Beethovenzyklus geben wird.

„Fest zur Festspieleröffnung“

Am 19. und 20. Juli gibt es das „Fest zur Festspieleröffnung“. In 80 Veranstaltungen an 32 Spielstätten werden 800 Mitwirkende die gesamte Salzburger Altstadt in eine Bühne verwandeln. Sämtliche dieser Fest-Veranstaltungen sind gratis. Die regulären Veranstaltungern der Festspiele kosten von fünf bis 400 Euro, für den besten Tisch beim Galadiner des Festspielballs müssen 12.000 Euro bezahlt werden. (APA)


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