Unterstützung für Almbauern

NR Franz Hörl stellt sich im Streit um angeblich zu hohe Almförderungen auf die Seite der betroffenen Bauern und kritisiert deren gesetzliche Vertretung scharf: Das Schlamassel wäre zu verhindern gewesen.

Gerlos –Unerträglich findet der Gerloser Seilbahner und Abgeordnete zum Nationalrat, Franz Hörl (ÖVP), die Situation der Almbauern. Mehr noch: Auf die angeblich zu hohen Förderungen für Almflächen reagiert er mit größtem Unverständnis und Ärger: „Es kann nicht sein, dass ehrliche, fleißige und wirtschaftlich wahrlich nicht immer begünstigte Bergbauern, die sich auf die Angaben ihrer gesetzlichen Vertretungskörper und des Ministeriums verlassen haben, nun die Zeche für ministerielle Verwerfungen und anderes Versagen zahlen müssen.“

Als Seilbahner habe er die Almbauern in den vergangenen 35 Jahren als verlässliche Partner schätzen gelernt. Deshalb werde er in Gerlos „jeden meiner Partner, der von diesem Trauerspiel betroffen ist, bei der rechtlichen Durchsetzung und Verteidigung seines Standpunktes unterstützen. Die Seilbahngesellschaft wird ihren Rechtsanwalt allen ihren bäuerlichen Partnern kostenlos zur Verfügung stellen.“ In Gerlos, verspricht Hörl der TT gegenüber, werde die Lage analysiert und allen Partnern, die in ein Verfahren verwickelt sind, voller rechtlicher Beistand gewährt.

Kein gutes Haar lässt Hörl, selbst praktizierender Bauer und Tourismussprecher der ÖVP im Nationalrat, an der gesetzlichen Vertretung der Landwirte: „Auf wen, wenn nicht auf die Kammer oder die offiziellen Stellen im Ministerium soll sich ein kleiner Bergbauer denn verlassen? Nun das schwächste Glied zur Kasse zu bitten, ist für mich nicht verständlich. Hier muss sich manch Spitzenvertreter bei der Nase nehmen. Immerhin sind diese rechtlichen Bewertungsvorschriften nicht überfallsartig über Europa und Österreich hereingebrochen.“

Hörl ist überzeugt, dass das vorliegende Schlamassel mit etwas mehr Aufmerksamkeit verhindert werden hätte können. „Ich kenne meine Bauern und weiß, dass da nicht in böser, betrügerischer Absicht agiert wurde. Deshalb und weil wir eben in unseren Bergbauern seit Jahrzehnten gute und verlässliche Partner haben, ist es an der Zeit, als Seilbahnunternehmer diese Partnerschaft auszuweiten und unseren Partnern in diesen unruhigen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – wenn es sein muss, dann bis zur höchsten europäischen rechtlichen Instanz.“ (mz)


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