Liste Fritz: „Landesregierung lässt sich von Südtirol über Tisch ziehen“

Beim Direktzug Lienz-Innsbruck müsse die Landesregierung Südtirol mehr unter Druck setzen, verlangt die Liste Fritz.

Lienz - Eines ist für Markus Sint, Osttirol-Sprecher der Liste Fritz, klar: Wenn der so genannten „Korridorzug“, der zweimal täglich Lienz mit der Landeshauptstadt direkt verbindet, einmal eingestellt ist, dann kommt er nie mehr wieder. Wie berichtet, will das Land den Direktzug ab Dezember 2013 durch einen Bus ersetzen. Als weiterer Ausgleich ist vorgesehen, dass der Südtiroler Stundentakt, der jetzt das Pustertal nur bis Innichen versorgt, bis nach Lienz ausgeweitet wird.

Dabei hätte Tirol eine ausgezeichnete Verhandlungsbasis, um den Zug zu erhalten und Südtirol zu mehr Zugeständnissen in diesem Bereich zu bewegen, meint Sint bei einem Pressegespräch am Montag. Denn der Südtiroler Verkehrslandesrat Thomas Widmann plant, die Haltestelle Vierschach - sie liegt zwischen dem Grenzbahnhof Innichen und dem Osttiroler Grenzort Arnbach - als Skibahnhof auszubauen. „Genau deshalb wollen die Südtiroler ihren Takt bis Lienz verlängern, denn sonst rechnet sich das nicht“, vermutet Sint. Das ist jedoch nur in Übereinstimmung mit Österreich möglich. „Die Tiroler Landesregierung mit der zuständigen Landesrätin Ingrid Felipe hat also eine gute Position. Nun sind harte Verhandlungen mit Südtirol nötig“, fordert der Fritz-Sprecher.

Anfang September soll es einen Zug-Gipfel in Innsbruck geben, kündigt Sint an. „Alle Fraktionen werden mit LHStv. Felipe das Thema besprechen.“ Der zuständige Südtiroler Landesrat Thomas Widmann werde aber nicht dabei sein. (co)

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren


Schlagworte