Jugendstrafvollzug: „Helle und großzügige“ Bedingungen in Innsbruck

Derzeit befinden sich 19 jugendliche Insassen in Innsbruck. Ein eigener Jugendtrakt wurde 2006 bezogen. Auch personaltechnisch sei man gut aufgestellt, heißt es.

Innsbruck - Der Jugendstrafvollzug in der Innsbrucker Justizanstalt (JA) ist baulich eigenständig und von der Erwachsenenunterbringung getrennt. „Wir haben einen separaten Jugendtrakt, der 2006 bezogen wurde“, erklärte Justizanstaltsleiter Reinhard Potocnik am Montag im Gespräch mit der APA. Die Räumlichkeiten seien „hell und großzügig“, zudem gebe es einen gut ausgestatteten Freibereich mit der Möglichkeit zu Fußball oder Beach-Volleyball.

Auch personaltechnisch sei man im Jugendstrafvollzug in der Tiroler Landeshauptstadt verhältnismäßig gut aufgestellt, betonte Potocnik. Unter anderem stünden den Häftlingen in der Jugendabteilung ein Seelsorger, Sozialarbeiter und Psychologen zur Verfügung. Außerdem sei auch in den Nachtstunden immer eine Ansprechperson im Jugendtrakt für die Jugendlichen verfügbar.

Derzeit befinden sich 19 jugendliche Insassen - und damit die meisten unter 18-Jährigen nach der JA Wien-Josefstadt und der Vollzugsanstalt Gerasdorf, wo jeweils 28 „einsitzen“ - in der JA Innsbruck. 13 von ihnen sind U-Häftlinge. Vier Insassen kommen in den Genuss eines offenen Wohngruppenvollzuges, bei dem die Zellentüren niemals versperrt werden, erklärte der Justizanstaltsleiter.

Tagsüber würden die Jugendlichen mit verschiedenen Arbeiten beschäftigt. Zudem habe man die Möglichkeiten, die jugendlichen Straftäter beruflich auszubilden. Derzeit warte man aber noch auf die Zusage, das auch tun zu dürfen. Die Verhandlungen diesbezüglich seien aber weit gediehen, so Potocnik.

Gröbere Probleme seien dem Justizanstaltsleiter keine bekannt. „Gegenüber anderen Justizanstalten haben wir halt einen großen baulichen Vorteil“, erklärte er. (APA/tt.com)


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