„Ofnbonkpalaver“ mit heißen Diskussionen

Längenfeld – „Wir möchten in lockerer Atmosphäre über Themen reden, die dem Tal am Herzen liegen“, schildert Ingeborg Schmid-Mummert, die Le...

Längenfeld –„Wir möchten in lockerer Atmosphäre über Themen reden, die dem Tal am Herzen liegen“, schildert Ingeborg Schmid-Mummert, die Leiterin des Ötztaler Gedächtnisspeichers, die Hintergründe einer neuen Veranstaltungsreihe. Weil der Ofen und die Bank oft das Zentrum von Gesprächen bildeten, nannte Schmid-Mummert ihre Initiative auch „Ofnbonkpalaver“. Deshalb stellte sie den Ötztaler Ofen und das Ofenbauen in den Mittelpunkt des Eröffnungsabends.

Erich Moser, Landesinnungsmeister der Hafner, erklärte zu Beginn den Begriff der so genannten Ofenlandschaften: „Bezogen auf den gemauerten Ofen, ist das Ötztal die typischste Ofenlandschaft im gesamten Alpenbogen“, so Moser. „In diesem Tal spielt sich’s nicht ohne Ofen, auch wenn’s anfangs vielleicht nur eine übermauerte Feuerstelle war“, so Moser. Denn „hier kommt man auf nur etwa 90 Tage im Jahr, an denen man nicht einheizen muss“.

An der Frage, welche Steine aus der Ache am geeignetsten seien, entzündete sich eine hitzige Diskussion. Einigkeit herrschte allerdings darüber, dass der Ötztaler Ofen ein wichtiges kulturelles Identifikationsmerkmal bildet, auch wenn es heutige Auflagen verunmöglichen, ihn so zu bauen, wie er über Jahrhunderte gebaut wurde. (tp)


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