Keine Befragung über Saal

Die Kufsteiner Mandatare wollen keine Bürgerbefragung zum Sechs-Millionen-Euro-Projekt Kongress-Saal im Stadtzentrum.

Von Wolfgang Otter

Kufstein –Das Thema Raumordnung beschäftigte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Mandatare. So passierte ein ganz großes Bauprojekt den Gemeinderat: das Großvorhaben der Firma Bodner im Stadtzentrum, für die der Bebauungsplan und ergänzende Bebauungsplan beschlossen wurde. Bekanntlich entsteht hier auch ein neuer Kongress-Saal plus einem Stadttheater. Der Grün-GR Andreas Falschlunger wollte eigentlich die Kufsteiner befragen, ob sie mit der bis zu 6 Mio. Euro hohen Investition der Stadt in den neuen Saal einverstanden sind. Die Befragung wurde jedoch mehrheitlich von den Mandataren abgelehnt.

Weiters gingen 48 Stellungnahmen zum neuen örtlichen Raumordnungskonzept der Stadt Kufstein ein. Der Hälfte davon wurde nicht stattgegeben bzw. sie betrafen nur Anmerkungen. Um eine Änderung, nämlich die Ausweisung einer Bauparzelle im Bereich des Kalvarienbergs, entzündete sich die Diskussion. Die Ausweisung wurde aber mit sieben Gegenstimmen abgelehnt.

Auch das Projekt Gretter neu unweit des Bezirkskrankenhauses in Endach passierte den Gemeinderat. Aber nicht jenes umstrittene Projekt, das für große Aufregung sorgte, sondern ein um das Dachgeschoß abgespecktes. Im Haus sollen künftig neben Geschäftslokalen auch 19 Wohnungen, davon neun für das Schülerheim des Bezirkskrankenhauses, entstehen.

Gegen das ursprüngliche Projekt war eine Reihe von Einsprüchen eingegangen. Diese bleiben bei der jüngsten Sitzung unbehandelt, da es nach den Worten von BM Martin Krumschnabel um ein neues Projekt ginge, das nun neuerlich aufgelegt wird. Besonders SPÖ-GR Robert Wehr stemmte sich wegen der hohen Baumassendichte (zwischen 2 und 5,75) gegen den Bau, er wollte im Ganzen eine Zurückweisung an den Bauausschuss, um noch offene Dinge abzuklären. Diesem Antrag wurde aber nicht stattgegeben, der Bebauungsplan aufgelegt.


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