Von A3 auf Baa1: Moody‘s stuft Bank Austria herab

Die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten und Einlagen der Bank wird von A3 auf Baa1 gesenkt. Der Ausblick bleibt negativ.

Das Logo der Bank Austria an der Außenseite einer Filiale in Wien.
© APA/Roland Schlager

Wien/Mailand - Die Ratingagentur Moody‘s stuft nun die Bank Austria schlechter ein. Das Rating der Langfrist-Verbindlichkeiten und Einlagen der UniCredit-Tochter Bank Austria wurde um eine Stufe von „A3“ auf „Baa1“ gesenkt. Der Ausblick für die Ratings bleibe „negativ“, teilte Moody‘s in der Nacht zum Dienstag mit.

Das Downgrading sei technische Konsequenz der Rating-Senkung für die italienische UniCredit, hieß es aus der Bank Austria heute zur APA. Moody‘s habe auch erklärt, dass sich die Finanzkraft der Bank Austria selbst nicht geändert habe.

Moody‘s begründet die Bank-Austria-Herabstufung mit der schlechteren Bewertung der italienischen UniCredit, sieht aber eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Unterstützung der Muttergesellschaft, falls diese benötigt werde. Zudem wird weiterhin eine Unterstützung des österreichischen Staates für die systemrelevante Bank Austria angenommen.

Die Ratingagentur S&P hatte bereits am Freitag die Herabstufung italienischer Finanzhäuser als Folge des Downgradings Italiens bekanntgegeben. Das Rating für die Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo ist wie berichtet um jeweils eine Stufe von „BBB+“ auf „BBB“ gesenkt worden. Die Bewertung für den Versicherer Generali fiel laut dpa von „A“ auf „A-“. In allen drei Fällen sei der Ausblick „negativ“, hieß es.

Anfang vergangener Woche hatte S&P die Kreditwürdigkeit Italiens von „BBB+“ auf „BBB“ gesenkt und den Ausblick auf „negativ“ gesetzt. Als Grund nannte die Agentur die schwachen Aussichten Italiens hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung. (APA)


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