Starke Seilschaft für Spitalsprojekt im Südsudan

„Osttirol für Jalimo“ lädt zum Benefizabend mit Blind Climber Andy Holzer und Florian Brunner. Im Herbst startet der Bau des Hospitals.

Von Claudia Funder

Lienz, Lavant –Was als Vision des Lienzer Kinderarztes Franz Krösslhuber seinen Anfang nahm, ist längst ein konkretes Projekt, das ungeahnt große Kreise zieht. 2007 war der gebürtige Oberösterreicher, der seit Jahrzehnten ehrenamtlich in verschiedenen Winkeln der Welt mitanpackt, erstmals im Südsudan. Die mangelnde medizinische Versorgung vor Ort ließen den Traum in ihm reifen, in Jalimo nahe der Grenze zu Uganda ein Hospital zu errichten.

Seitdem wurde Unglaubliches auf die Beine gestellt. Vor zweieinhalb Jahren startete eine Reihe von Benefizaktionen. Mittlerweile ist das Jalimo Hospital längst zum Osttiroler Anliegen geworden. Unterstützung kommt von vielen Seiten. Neben zahlreichen privaten Spendern machen sich Gemeinden, Vereine und sogar Schulen und Kindergärten stark dafür, dass das Projekt bald Realität wird. Beispielgebend ist auch die Aktion der Notärzte, die einen Teil ihres Honorars in das Projekt fließen lassen.

In Kürze erhält das karitative Vorhaben einen weiteren wichtigen Schub: Der Osttiroler Blind Climber Andy Holzer, der sich bereits vor zwei Jahren in den Dienst der guten Sache stellte, lädt am Freitag, 26. Juli, gemeinsam mit seinem Kletterkameraden, dem Alpinpolizisten Florian Brunner, zu einem Benefizabend. Die beiden lernten sich vor einem Jahr kennen und haben seither gemeinsam nicht weniger als fünfzig Skitouren unternommen. Am 3. Mai wurde der Gipfel des 5165 Meter hohen Ararats in Ostanatolien bezwungen. „Wir haben auf der Tour gefilmt“, erzählt Brunner. „Das Ergebnis zeigt auch viele Emotionen, wie es uns auf dem Berg gegangen ist.“ Diesen sehr persönlichen Einblick in die ungewöhnliche Seilschaft geben die zwei Bergkameraden mit ihrem Film im Rahmen des Benefizabends im Gemeindesaal Lavant, der um 20 Uhr startet. Was sonst noch geboten wird, verraten die beiden noch nicht, aber „es wird ein außergewöhnlicher Abend“, so ihr Versprechen. Der Gesamterlös der Veranstaltung fließt in das Projekt in Jalimo.Am Folgetag, 27. Juli wird ab 10.30 Uhr zur Bergmesse am Oberen Kolben geladen.

Die Realisierung des Spitalsbaus rückt indes in greifbare Nähe. „Franz Krösslhuber war jüngst zweieinhalb Wochen in Jalimo, um letzte Hürden zu nehmen und die Zusammenarbeit vor Ort zu stärken“, erzählt Hans Themessl, der die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins innehat und unermüdlich die Werbetrommel rührt. „Der Bau des Hospitals startet im Herbst.“ Die Hälfte des 450.000-Euro-Projektes liege, verrät Themessl, dank der enormen Spendenfreude bereits auf dem Konto.


Kommentieren