Powell-Agent beschuldigt Fitnesscoach

Dem Jamaikaner soll von seinem Trainer eine Mischung aus mehreren Nährungsergänzungsmitteln und Spritzen verabreicht worden sein.

Kingston/Wien – Der Manager von Jamaikas Sprintstar Asafa Powell hat Fitnesstrainer Christopher Xuereb für den positiven Dopingtest des ehemaligen 100-Meter-Weltrekordlers verantwortlich gemacht. Der Kanadier habe dem Staffel-Olympiasieger von Peking eine Mischung aus mehreren Nährungsergänzungsmitteln und Spritzen verabreicht, sagte Powells Agent Paul Doyle den „New York Times“.

„Wir haben uns überlegt, was schief gelaufen sein kann, und es war ziemlich klar, wo wir genauer hinschauen mussten“, sagte Doyle. Auch Powells Teamkollegin, die ebenfalls überführte Sherone Simpson, Olympia-Zweite von 2008 über 100 m, sei von Xuerebs Behandlungen betroffen.

Noch keine Verhaftungen nach Razzia

„Er hat ihnen viele verschiedene Dinge gegeben und wir wissen immer noch nicht, was den positiven Test verursacht hat. Die meisten Ergänzungsmittel, die er verabreicht hat, dienten der Erholung oder Energiezufuhr während des Trainings“, erklärte Doyle weiter. Beide Athleten hatten zugegeben, dass bei einer Doping-Kontrolle während der jamaikanischen Meisterschaften das verbotene Stimulanzmittel Oxilofrin gefunden wurde, beteuerten aber, nie wissentlich gedopt zu haben.

Doyle äußerte seine Vorwürfe nur Stunden nach einer Polizeirazzia in Lignano Sabbiadoro (Italien), bei der am Montag in Powells Hotelzimmer unbekannte Substanzen gefunden worden waren. Udines Polizeichef Antonio Pisapia bestätigte, dass auch Xuerebs Raum durchsucht wurde. „Wir analysieren die Substanzen derzeit. Es hat noch keine Verhaftungen gegeben und es wird noch gegen niemand ermittelt“, sagte Pisapia. Powell und Simpson warten auf die Analyse ihrer B-Probe. „Dieses Ergebnis hat mich in vielerlei Hinsicht absolut erschüttert“, hatte der 30-jährige Powell erklärt. (APA/dpa)


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