Nach Hirnstamminfarkt: Elias sitzt wieder fest im Sattel

Zweieinhalb Monate nach seinem Hirnschlag trainiert der junge Rad-Fan wieder.

Von Elke Ruß

Obsteig –Die stationäre Reha-Phase in Salzburg ist vorbei, gerade war der achtjährige Elias aus Obsteig mit den Eltern zum Rad- und Bouldertraining in Italien: Es ist ein kleines Wunder, wenn man weiß, dass ein Hirnstamminfarkt den Schüler am 2. Mai völlig gelähmt hatte. Elias konnte außer den Augenli­dern nichts mehr bewegen.

Ein gewagter Eingriff an der Innsbrucker Klinik rettete ihn, seither kämpft sich der sportbegeisterte Bub zurück ins Leben. Viel Auftrieb gibt ihm dabei die Facebook-Seite „Elias – sein Weg zurück“), auf der sein Onkel für ihn fleißig Sportlergrüße sammelt. Dort findet sich seit Kurzem auch ein Foto, das einen lachenden Elias auf der Downhill-Strecke nahe dem Elternhaus zeigt: „Wenn man ihn so sieht, kommt man nicht auf die Idee, dass er einen Schlaganfall hatte!“, berichtet Mama Doris Riser stolz. Doch auch wenn Elias wieder so fest im Sattel sitzt, dass ihn die Mutter manchmal bremsen muss: Noch hat er nicht alles ausgestanden. Zweimal pro Woche muss er zur Physio- und Ergotherapie, „denn die Feinmotorik funktioniert noch nicht so“. Vor allem das Schreiben bereite ihm noch Probleme. Dennoch habe er die letzten zwei Schulwochen absolvieren können. „Er hat eine ganz tolle Lehrerin, die sich dafür eingesetzt hat, dass er ganz normal sein Zeugnis kriegt. Man lässt ihm auch Zeit, alles aufzuholen.“ In den Ferien wird Elias weiter fest üben – und im Herbst mit seinen Freunden in die dritte Klasse durchstarten.

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