Erpfendorfer Naturjuwel lockt wieder Wanderer an

Vor einem Jahr wurde die Grießbachklamm beim Unwetter zerstört. Jetzt präsentiert sich das Ausflugsziel rundum erneuert.

Kirchdorf – Die heftigen Regenfälle und die schweren Unwetter vor fast einem Jahr haben die Erpfendorfer Grießbachklamm komplett zerstört. Eine Begehung war seitdem unmöglich. Über den Winter wurden Pläne entwickelt und der Spatenstich zu den Sanierungsarbeiten erfolgte vor genau zwei Monaten. Bereits acht Wochen später wurden die technischen Arbeiten erfolgreich beendet. Damit stand der Erstbegehung nichts mehr im Wege.

Neben der Geschäftsführung, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Ferienregion Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol sowie Vertretern der bauausführenden Firmen waren auch Kirchdorfs Bürgermeister Ernst Schwaiger und Pfarrer Georg Gerstmayr bei der Wanderung dabei. Gerstmayr segnete bei der neuen Hängebrücke alle Wege und Anlagen und dankte dem Herrgott auch für den unfallfreien Verlauf der Arbeiten.

Die offizielle Einweihungsfeier findet jedoch erst im September dieses Jahres statt, nachdem die idyllische Klamm den letzten Feinschliff erhalten hat. Für Jung und Alt ist das Naturjuwel aber ab sofort geöffnet und im Ortsteil Erpfendorf-Wald steht nun auch ein zusätzlicher Parkplatz für die Wanderregion Kalkstein zur Verfügung. Von hier gelangen die Besucher entlang des Grießbaches – nicht wie früher durch die Wohnsiedlung Rosenbühelweg – direkt bis zum Einstieg der Klamm.

Dort warten auf die Besucher neben neuen Holzsteigen und Hängebrücken auch viele Rast- und Ruheplätze sowie Holzbrunnen und ein Barfuß-Erlebnisweg. Aufmerksame Wanderer werden in der sanierten Grießbachklamm aber noch viele weitere Besonderheiten entdecken.

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Vollauf begeistert waren bei der Erstbegehung auch die TVB-Funktionäre Dieter Jöchler, Sepp Lackner und Herfried Unterrainer sowie Geschäftsführer Gernot Riedel. Sie gratulierten Projektleiter Eduard Bichler und seinem Team zur gelungenen Sanierung. „Es ist uns eine deutliche Aufwertung gelungen“, erklärt Riedl und ergänzt, dass die Klamm nun noch attraktiver ist. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 500.000 Euro. Der TVB St. Johann hat 200.000 Euro übernommen, die restliche Summe wurde von Land Tirol, Gemeinde Kirchdorf und privaten Investoren getragen. Gesetzt wurde bei dem Bau vor allem auf die Natur. „Es sollen keine lauten Geschichten stattfinden, sondern das Schauen und Entschleunigen im Vordergrund stehen“, sagt Riedl. (gs, veh)


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