Der Tivoli-Rasen wirft Fragen auf

Von Florian Madl...

Von Florian Madl

Innsbruck –Wie man es dreht und wendet, der Bundesliga-Terminplan stellt den FC Wacker Innsbruck heuer vor ein handfestes Problem. Mit 5000 Zuschauern kalkuliert der Verein, die Voraussetzungen dafür scheinen wenig erbaulich: Zwischen 17. August (Ried) und 14. September (Rapid) finden sich keine Heimspiele im Kalender, dafür hat man im Dezember deren drei: zwei englische Wochen mit Beginnzeiten um 20.30 Uhr (3.12. gegen Grödig, 18.12. gegen Salzburg) sowie das zweit­e Heimspiel der Saison gegen Sturm Graz (7.12.).

Gegen den Terminplan der Bundesliga scheint man auch mit deren Tiroler Vizepräsident Gerhard Stocker machtlos. Und augenblicklich lassen die Europacup-Qualifikationsrunden keinen Freiraum für die Planung.

Michael Bielowski, Geschäftsführer der Olympiaworld, warnt vorab: „Wenn der Winter nicht so gut wie im vergangenen Jahr verläuft, wird der Rasen bei dieser Mehrfachbelastung kaputt.“ Im Frühjahr 2012 musste man an der Südostseite des Tivolistadions Korrekturen vornehmen, die ein Drittel der Spielfläche betrafen. Damals wurde sogar der Auftakt gegen Salzburg abgesagt, von 70.000 Euro Sanierungs­kosten war die Rede. Und auch heue­r winkt mit dem Frühjahrsstart – oder sollte man sagen Winter­start – am 15. Februar ein ähnliches Szenario.

Doch das Thema Platzkommissionierung könnte den FC Wacker künftig auch anderweitig treffen. Ex-Schiedsrichter Fritz Stuchlik macht­e den FC Wacker Innsbruck darauf aufmerksam, dass die sichtbare Linienführung in Folge eines Football-Spiels der Swarco Raiders keinen regulären Spielbetrieb zu­lassen würde. Sollte also, wie im Frühjahr öfter der Fall, ein Yard-Raster kenntlich sein, würde man keine Spiele mehr anpfeifen.


Kommentieren