52 US-Kampfjets an Norwegen, Amis knausern bei Ausbildung

Als Grund für die Kürzungen bei der Ausbildung nannte Washington allgemeinen Geldmangel.

Oslo/Washington - Nach der Bestellung von 52 US-Kampfjets befürchtet die norwegische Armee, den Luftraum des Landes nicht mehr effektiv verteidigen zu können. Der Grund für die kuriose Entwicklung: Die Amerikaner wollen, nachdem sie das Milliardengeschäft eingefahren haben, nämlich das Ausbildungsprogramm für Norwegens Piloten reduzieren. Mit zwei neuen Piloten jährlich lasse sich die Luftraumverteidigung aber nicht effektiv aufrechterhalten, beklagte Ausbildungschef Öyvind Kirsebom Strandman gegenüber der Osloer Tageszeitung „Aftenposten“ (Mittwoch-Ausgabe).

Bisher bildete die US-Armee jedes Jahr fünf norwegische Piloten aus. Dies sei die Zahl, die für eine effektive Luftverteidigung erforderlich sei, betonte Strandman. Bei der US-Armee drang er mit seinem Argument jedoch nicht durch. Als Grund für die Kürzung nannte Washington allgemeinen Geldmangel und eine Priorisierung der Kampfpilotenausbildung in Ländern wie dem Irak und Japan.

Oslo hatte sich vor drei Jahren erst nach langem Hin und Her zwischen dem schwedischen Gripen und den US-Tarnkappenjets F-35 für letztere entschieden und muss dafür 60 Milliarden Kronen (7,6 Mrd. Euro) hinblättern. (APA)

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