Tropfen, die Leben retten

Innsbruck – Was kann eine einzelne Gemeinde in Tirol gegen den Hunger in der Welt tun? Nicht viel, würde wohl die erste, resignierende Reakt...

Innsbruck –Was kann eine einzelne Gemeinde in Tirol gegen den Hunger in der Welt tun? Nicht viel, würde wohl die erste, resignierende Reaktion sein. Die Gemeinde Absam hat eine etwas andere Antwort darauf gegeben. Zusammen mit der Pfarre und dem Land Tirol hat sie im Dorf Lilgomdé in Burkina Faso einen Wasserspeicher, „Bouli“ genannt, finanziert. Um 116.000 Euro. „Wir in Absam haben einen unheimlichen Wasserreichtum, den wir so teilen wollen“, begründete Bürgermeister Arno Guggenbichler das Projekt. Ein wichtiger Schritt zur Selbsthilfe der Dorfbewohner. Denn mit dem Speicher sei auch in der Trockenzeit die Bewässerung und damit die Ernährung der Bevölkerung gesichert.

„Zukunft ohne Hunger“ ist auch das Ziel der Caritas-Augustsammlung, für die Direktor Georg Schärmer wieder um Spenden bittet. Er vertraut dabei auf die Solidarität der Tiroler, die diese schon so oft unter Beweis gestellt hätten. Schließlich habe die erste Augustsammlung und damit auch die Auslandshilfe der Caritas in Tirol begonnen, erinnerte Schärmer an ein kleines Jubiläum. Seither habe allein mit den Tiroler Spenden für 500.000 Menschen in Westafrika das Überleben gesichert werden können. Vielleicht nur Tropfen angesichts von über einer Milliarde hungernder Menschen. „Aber die Projekte greifen. Wasser erlaubt auch Gemüseanbau und damit die gefährlichen Begleiterscheinungen von Mangelerscheinungen hintanzuhalten“, betont die zuständige Projektreferentin Verena Egger. (cm)

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