Froome baut mit Zeitfahrsieg Tour-Gesamtführung aus

Der Brite gewann das Einzelzeitfahren über 32 Kilometer von Embrun nach Chorges vor Alberto Contador.

Chorges - Nach dem dritten Etappensieg des Tour-Dominators Christopher Froome nimmt der zweite Gesamtsieg eines Briten immer konkretere Formen an. Von den Champs Elysees trennen den Träger des Gelben Trikots nur noch vier Etappen. Froome baute seinen Vorsprung im Gesamtklassement beim Einzelzeitfahren am Mittwoch auf den 32 Kilometern zwischen Embrun und Chorges weiter aus. Den vermeintlichen Höhepunkt der 100. Tour de France, den am Donnerstag anstehenden doppelten Anstieg nach L‘Alpe d‘Huez, nimmt er nun mit 4:34 Minuten Vorsprung auf den zweifachen Toursieger Alberto Contador in Angriff.

Der Spanier verlor in Chorges als Tageszweiter neun Sekunden auf Froome, der bei den Zwischenzeiten noch Rückstand aufgewiesen, doch auf der Schlussabfahrt alles wieder aufgeholt hatte. Als der 28-jährige Topfavorit die Ziellinie als Schnellster passierte hatte, schüttelte Contador nur den Kopf. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, betonte Froome.

Das Zeitfahren mit zwei steilen Anstiegen und gefährlichen Abfahrten war ein Vorgeschmack auf die Königsetappe am Donnerstag, in deren Zuge der mystische Anstieg nach L‘Alpe d‘Huez erstmals in der Tour-Geschichte zweimal gemeistert werden muss. Die Organisatoren rechnen mit 1,5 Millionen Fans am 13,8 Kilometer langen Aufstieg in den 1.850 Meter hoch gelegenen Skiort.

Um die Doppelbesteigung möglich zu machen, müssen die Fahrer die lebensgefährliche Abfahrt vom Col de Sarenne in Kauf nehmen. Die Straße ist nicht befestigt oder begrenzt. „Wenn du fällst, fällst du 500 Meter tief“, warnte der Luxemburger Andy Schleck. „Ich hoffe, dass niemand zu hohes Risiko geht“, lautete Froomes Wunsch für Donnerstag.

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Bereits am Mittwoch musste ein Prominenter nach einem Sturz aufgeben. Der Franzose Jean-Christophe Peraud, als Neunter im Gesamtklassement bisher der beste Einheimische, kam in einer Rechtskurve rund zwei Kilometer vor dem Ziel zu Fall und musste aufgeben. Peraud war bereits zuvor beim Besichtigen der 32 km langen Strecke gestürzt und hatte sich dabei am rechten Schlüsselbein eine Fraktur zugezogen. (APA)


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