Ex-Präsident Carter: USA hat keine funktionierende Demokratie mehr

Jimmy Carter übte auf einer Veranstaltung des Politiknetzwerks „Atlantik-Brücke“ heftige Kritik an der amtierenden US-Regierung.

Washington - Der frühere US-Präsident Jimmy Carter hat nach den Enthüllungen über NSA-Spähprogramme scharfe Kritik an der amtierenden US-Regierung geübt. „Amerika hat derzeit keine funktionierende Demokratie“, sagte der Friedensnobelpreisträger laut „Spiegel Online“.

Der Demokrat sprach am Dienstagabend (Ortszeit) in Atlanta im US-Staat Georgia bei einer Veranstaltung des Politiknetzwerks „Atlantik-Brücke“, wie seine Sprecherin auf dpa-Nachfrage bestätigte. Carter hatte sich in Interviews bereits mehrfach kritisch über die Spähaffäre geäußert.

Ex-US-Senator lobt Snowden

Ein ehemaliger US-Senator aus den Reihen der Republikaner wandte sich unterdessen in einer E-Mail an den von den USA gejagten Whistleblower Edward Snowden und lobte dessen Enthüllungen. „Sie haben das Richtige getan“, schrieb Gordon Humphrey in der vom britischen „Guardian“ veröffentlichten E-Mail - vorausgesetzt, Snowden habe dadurch keine Geheimdienstagenten in Gefahr gebracht.

Die aufgedeckten Spähprogramme des Geheimdienstes NSA nannte der Ex-Senator des US-Staats New Hampshire eine „massive Verletzung der amerikanischen Verfassung“. (APA/dpa)

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