Solange der Ball rollt, ist die Welt im Lot

In der Ersten Liga ertönt heute der Anpfiff zur neuen Saison. Mit vier Tiroler „Oldies“ und gleich mehreren Titelfavoriten.

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Wir sind in Liga zwei eigentlich eine aussterbende Art, aber es ist ein Privileg, zehn Jahre Profi zu sein. Das habe ich mir auch in Situationen, in denen es nicht so gelaufen ist, immer wieder vor Augen gehalten“, hält Tirols Liefering-Export Andreas Schrott (31) stellvertretend für die Tiroler Edelroutiniers Wolfgang Mair (33/Liefering), Hannes Aigner (32/Altach) und Marcel Schreter (31/Austria Lustenau) fest. Nach dem gemeinsamen Durchmarsch beim FC Wacker von der Regionalliga in die Bundesliga (2002–2004) sieht man sich ein Jahrzehnt später am Zweitliga-Rasen wieder. „So wie wir früher bei Wacker zusammengekommen sind, treffen wir uns jetzt wieder. Gott sei Dank haben wir alle ganz gute Vereine“, wirft auch Aigner, der sich letzte Saison mit 18 Treffern die Torjägerkrone gesichert hat, ein. Im Titelkampf hat er neben Bundesliga-Absteiger Mattersburg, dem eigenen Team Altach und Austria Lustenau auch St. Pölten auf der Rechnung: „Die könnten eine Wundertüte sein. Mit Aufsteiger Liefering und Absteiger Mattersburg ist die Liga heuer noch besser“, weiß Aigner, der jenseits der 30 der Älteste im Altach-Kader ist. Einer gemeinsamen Grillerei mit Marcel Schreter, der jetzt bei Austria Lustenau kickt, steht im Ländle nichts mehr im Wege. „Das habe ich mit dem Aigi schon vereinbart. Schön, dass man sich wieder trifft. Ich bin in Lustenau tadellos angekommen, wir haben eine gute Mannschaft und der Klub will wieder aufsteigen“, zeigt sich Schreter ebenso angriffslustig. Der Streckenrekord heim nach Telfs steht derzeit bei einer Stunde und fünfzehn Minuten: „Ohne Radarstrafen.“ Der erste lange „Ritt“ im Teambus war gestern für den Ex-Wackerianer indes ein neunstünder zu Aufsteiger Parndorf (Bgld.).

Während Aigner und Schreter Torgefahr sprechen lassen sollen, macht Schrott gemeinsam mit Ex-ÖFB-Teamspieler Rene Aufhauser bei Liefering hinten dicht. Mit dem Ziel, junge Kicker wie Andre Ramalho in Richtung von Red Bull Salzburg zu entwickeln: „Deswegen wurde der Klub ja ins Leben gerufen“, weiß der Absamer, in dessen Sistranser Wohnung nach Carlos Merino derzeit Wackers Neuzugang Miroslav Milosevic logiert. Auch der Fußball lebt von der Gemeinschaft.

Christoph Westerthaler (Co-Trainer Horn) und Marco Köfler, Wackers Leihgabe an Kapfenberg, vervollständigen Tirols Zweitliga-Aufgebot. Speziell Köfler (22) will endlich befreit von Verletzungssorgen eine Saison „durchspielen und durchstarten“.

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