Tierschützer erhalten Unterstützung

Wien, Wiener Neustadt – Dem Aufruf des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) zu Selbstanzeigen im Zusammenhang mit der bevorstehenden teilweisen ...

Wien, Wiener Neustadt –Dem Aufruf des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) zu Selbstanzeigen im Zusammenhang mit der bevorstehenden teilweisen Neuauflage des Tierschützerprozesses in Wiener Neustadt sind bisher 1525 Menschen gefolgt. Bis zur geplanten Übergabe an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt am 24. Juli sollen es 2000 werden, erklärte Obmann Martin Balluch gestern bei einer Pressekonferenz in Wien, bei der auch Kabarettist Roland Düringer eine Selbstanzeige unterzeichnete.

Darin wird eine „friedliche“ Kampagne gegen eine Firma angekündigt, sollte diese am Verkauf von Pelztierartikeln festhalten. „Es geht um die Öffentlichkeitsarbeit von NGOs“, betonte Balluch, rechtskräftig freigesprochener Hauptangeklagter im ersten Tierschützerprozess. Praktisch alle NGOs würden sich derart an Firmen wenden – aus Sicht des Oberlandesgerichts Wien stelle das aber schwere Nötigung dar, der Strafrahmen für das Delikt betrage bis zu fünf Jahre.

Düringer erklärte, er lebe zwar nicht vegan, aber bei kritischem Hinterfragen könne man auf so manches Tierprodukt verzichten. Es gehe darum, möglichst wenig Schaden anzurichten. „Wenn wir so weitertun wie jetzt, wird das für die nächsten Generationen nichts Schönes bedeuten“, warnte er davor, unseren Planeten zu ruinieren.

Das Oberlandesgericht (OLG) Wien hat Anfang Juni einen Teil der Freisprüche im Tierschützer-Prozess aufgehoben. Nicht rechtskräftig wurden die Freisprüche von fünf (der ursprünglich 13) Beschuldigten in Bezug auf Nötigung und versuchte Nötigung, Sachbeschädigung, und Tierquälerei sowie Widerstand gegen die Staatsgewalt. (APA)

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren


Schlagworte