i30: Tolles Auto, heißer Preis

An sich hätte Hyundais neuer i30 noch lange keine Aufwertung benötigt. Das neue Ausstattungspaket „UpGrade“ macht das Erfolgsmodell jetzt aber zum Schnäppchen.

© Fellner Reinhard

Von Reinhard Fellner

Innsbruck –Wer in einem Hyundai einzig ein koreanisches Auto sieht, liegt meist falsch. So wurde der eben in seiner zweiten Generation vorgestellte Kompaktklasserenner im deutschen Rüsselsheim (auch der Opel-Stammsitz) entworfen und am Fahrwerk abgestimmt. Gebaut wird der i30 wiederum im tschechischen Nosovice, wo die gestrengen Koreaner unseren Nachbarn ein beachtliches Qualitätsniveau anerzogen haben.

So viele mitteleuropäische Hände prägen natürlich das Fahrzeug. So fährt sich der i30 wie ein waschechter Europäer. Erste Überraschung im TT-Test: Das bekannt gute 1,6-Liter-Dieseltriebwerk geht auch in der 110-PS-Version im immerhin 1420 Kilogramm schweren i30 derartig vehement zu Werke, dass schon nach kürzester Zeit eine ordentliche Portion Fahrspaß aufkommt. Ab gut 2000 Touren wartet die Maschine nämlich mit jenem beachtlichen Newtonmeterschub auf, der vielen früheren Turbodieseln eigen war. Dabei handelt es sich im Hyundai jedoch um ein topmodernes Common-Rail-Triebwerk, das hohe Laufkultur mit einem Spatzentestverbrauch von 5,1 Liter verbindet. Die Freude an der flotten Gangart unterstützt auch das leicht zu schaltende Sechsganggetriebe, Lenkung und Fahrwerk des i30 weisen jedoch eindeutig in Richtung Komfort. So arbeitet das in drei Stufen verstellbare Volant eher gemütlich indirekt und das Fahrwerk ohne sportliche Härte. Schön, denn längst nicht jedermann sieht in einem Kompaktwagen einen verkappten Möchtegern-Sportler. Dafür vermittelt das Fahrwerk nicht nur ansprechenden Federungskomfort, sondern auch die Vollkommenheit mancher Mittelklasse-Gebeine. Eine Klasse höher würden sich auch die ausgezeichneten Sitze und die entspannte Sitzposition bewähren. Wie die Bedienung erscheinen die Innenmaterialien teils einfach, was aber nicht über die hervorragende Verarbeitung des Wagens hinwegtäuschen soll.

Besonders praktisch: Im Gegensatz zu allzu vielen Konkurrenten spendierte Hyundai dem i30 etliche Ablagen für Handy, Krimskrams und Getränke. Zusammen mit der dezenten Geräuschkulisse wird der i30 so schnell zum Nervenschoner des Alltags. Zusätzliches Wohlfühlaroma bereitet nun die soeben eingeführte Sonderausstattung „UpGrade“.

Mit ihr ziehen die Koreaner beim ohnehin schon gut ausgestatteten Euro-Koreaner alle Register in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis.

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So bilanzierte unser 110-PS-„UpGrade“ mit einem Preisvorteil von 2720 Euro gerade noch mit 18.990 Euro. Die Paketausstattung liest sich dann mehr als beeindruckend. So verfügt dieser i30 über 16"-Leichtmetallräder, einklappbare Außenspiegel, eine Einparkhilfe hinten, Sitzheizung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Bordcomputer und ein Audio-System mit USB- und iPod-Anschluss sowie eine Bluetooth-Einheit mit Sprachsteuerung.

Wem Motorleistung nicht so wichtig ist, der kann zudem weiter sparen. So bietet Hyundai den 90-PS-Diesel um 17.990 Euro, den 100-PS-Benziner um 15.990 Euro und das 100-PS-Einstiegsmodell „Europe“ um kleinwagenhafte 13.990 Euro an. Ach ja, dazu kommen noch fünf Jahre Garantie.


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