Kapitän Schettino: Offiziere begriffen Anweisungen nicht

Seien seine Anweisungen befolgt worden, hätte die Katastrophe verhindert werden können, sagte Francesco Schettino vor dem Gericht in Grosseto.

Grosseto - Francesco Schettino, Kapitän des im Jänner 2013 havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“, hat sich beim Prozess gegen ihn in der toskanischen Stadt Grosseto verteidigt. Er behauptete dabei, dass er kurz dem Zusammenprall des Luxusliners gegen die Felsen der Insel Giglio ein Manöver angeordnet habe, das jedoch nicht gelungen sei, „Der Steuermann hat die Anweisungen begriffen, andere Offiziere auf der Kommandobrücke nicht, wahrscheinlich weil sie erschrocken waren. Wenn das Manöver nach meinen Anweisungen erfolgt wäre, hätten wir die Felsen vermieden“, versicherte Schettino.

Das Gericht in Grosseto hat inzwischen einen Antrag von Privatbeteiligten am Prozess gegen Schettino abgelehnt, die eine Konfiszierung der Besitztümer der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Betreiberin des havarierten Schiffes, gefordert haben. Diese Forderung war von einigen Überlebenden eingereicht worden, die die Entschädigung der Reederei nicht angenommen haben.

Bei der Havarie des 290 Meter langen Kreuzfahrtschiffes kamen 32 Menschen ums Leben. Die Costa Concordia war zu nahe an die Insel Giglio herangefahren, hatte einen Felsen gestreift und war mit mehr als 4.200 Personen an Bord, darunter 77 Österreicher, gekentert. (APA)

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