Liebeserklärung vom 75-jährigen Abt von Fiecht

Anselm Zeller hat (sich) zum Geburtstag ein Buch über St. Georgenberg geschrieben. Der Anlass: das 875-Jahr-Jubiläum der Benediktinerabtei.

Von Peter Hörhager

Fiecht, Vomp –Der „Hausherr“ feiert heute die Vollendung des 75. Lebensjahres, „sein“ Kloster besteht bereits seit 875 Jahren. Zum Jubiläum hat Abt Anselm Zeller ein Buch über die Wiege der Abtei, also über St. Georgenberg, verfasst. „Geliebter St. Georgenberg: Begegnung – Betrachtung – Bekenntnis“ lautet der Titel des 167 Seiten starken Bandes. „Es ist keine historische Abhandlung – da gäbe es Berufenere. Ich habe vor allem Emotionen zu Papier gebracht“, betont der Autor.

Die Geschichte des Felsen­klosters reicht über die 875 Jahre hinaus, denn bereits um das Jahr 950 zog sich der selige Rathold von Aibling, der als Gründer von St. Georgenberg gilt, in die Einsamkeit des Stallentales zurück. Mit einer kleinen Schar von Gleichgesinnten errichtete er eine kleine Kirche zu Ehren des hl. Georg und des hl. Apostel­s Jakobus, ebenso eine Kapelle unter einer Linde zur Verehrung einer Marien­darstellung. Aber am 30. April 1138 kam es zu jenem Ereignis, dessen Jubiläum heuer gefeiert wird: Abt Innozenz II. erhob das Kloster – zugleich mit dem Kloster der Prämonstratenser in Wilten – zur Abtei. St. Georgenberg brannte viermal ab (1284, 1448, 1637 und 1705), weshalb sich der Konvent zu einem Neubau des Klosters im Tal entschloss. Aus der Abtei St. Georgenberg wurde die Abtei St. Georgenberg-Fiecht.

In 47 Kapiteln stellt Anselm Zeller – er ist der 64. Abt – den Georgenberg als Pilgerziel, Naturjuwel, Ort der Kunst sowie als Hort der Frömmigkeit vor, wobei er vorwiegend seine persönlichen Eindrücke und Begegnungen einfließe­n lässt. Der 75-jährige Ordensmann sieht sein Buch als „Bekenntnis zu einem Ort, wo für mich tiefe Wurzeln gewachsen sind“. Und wünscht sich, dass der Gang zum Georgenberg so wie für ihn selbst für die Pilger „zum Seelenbad“ und „zum großen Atemholen“ wird.


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