BTV steigt bei Moser Holding mit 24,99 Prozent ein

Das größte Verlagshaus Westösterreichs und eine der stärksten Banken Tirols setzen in Zukunft auf eine solide Partnerschaft. Die Familie Moser beteiligt die Bank für Tirol und Vorarlberg. Damit bleibt die Moser Holding AG zu 100 Prozent in Tiroler Hand.

Innsbruck – Eine der stärksten Banken Tirols investiert in das größte Medienunternehmen ihrer Heimatregion. Die Familie Moser beteiligt die Bank für Tirol und Vorarlberg mit 24,99 Prozent an der Moser Holding AG.

Gemäß ihrem Motto „Investieren statt spekulieren“ zielt die BTV laut eigenem Bekunden vor allem auf die Absicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des Verlagshauses ab. Werte, die bei beiden Traditionsunternehmen seit jeher hoch im Kurs stehen.

„Wir freuen uns, mit der BTV einen soliden heimischen Partner gefunden zu haben, der ebenso wie die Moser Holding auf Tradition und Unabhängigkeit setzt“, äußert sich Ernst Buob stellvertretend für die Familie Moser. „Die Tatsache, dass die zukunftsweisende Produktstrategie der Moser Holding von der BTV voll mitgetragen wird, ist für uns ein Indikator für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft“, ist Buob überzeugt.

„Mit der Moser Holding verbinden uns bodenständige Werte“

Die Hintergründe des Bündnisses erläutert Peter Gaugg, BTV-Vorstandssprecher: „Wir freuen uns, in ein bodenständiges, gut aufgestelltes und vor allem unabhängiges Verlagshaus investieren zu dürfen. Mit der Moser Holding verbinden uns bodenständige Werte, allen voran die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. Und damit einhergehend die Freiheit, selbst zu entscheiden – im Sinne des Unternehmens und im Sinne der Kunden bzw. Leser.“

Die BTV wünsche sich dabei eine langfristige Partnerschaft. „Unternehmen brauchen stabile Eigentümerverhältnisse, um ihre unternehmerische Struktur langfristig abzusichern. Und sie brauchen diese Sicherheit für den Mut, konsequent zu entscheiden“, betont Gaugg. Die BTV vertraue auf die Strategie des soliden, breit aufgestellten Medienunternehmens. So konzentriere sich die Moser Holding längst nicht nur auf ihr Flaggschiff TT, sondern setze auf vier starke Säulen: die Tiroler Medien mit dem Flaggschiff Tiroler Tageszeitung, den gemeinsam mit der Styria betriebenen Gratiswochenzeitungs-Verbund in Kooperation mit der im Eigentum der Moser Holding stehenden Oberösterreichischen Bezirksrundschau, den national agierenden Magazinring der BundesländerInnen sowie die Druck-Tochter Medien-Druck AG mit drei Druckereistandorten in Österreich.

Moser Holding-Vorstand begrüßt Tiroler Lösung

Der Vorstand der Moser Holding AG, Hermann Petz und Silvia Lieb, begrüßt die Partnerschaft: „Die Beteiligung der BTV zeigt, dass die Moser Holding solide aufgestellt ist. Das Investment wahrt auch langfristig die Unabhängigkeit des Medienhauses.“ Besonders erfreut zeigten sich beide darüber, dass eine Tiroler Lösung realisiert werden konnte.

„Eine innovative Produktstrategie, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert – in einem dynamischen Marktumfeld ist dies das Gebot der Stunde“, sind sich Moser Holding und ihre künftige Minderheitseignerin BTV einig.

Die Hintergründe des Einstiegs der BTV: Das Bankhaus nutzt die Möglichkeit, sich am 1945 in Innsbruck gegründeten Verlagshaus zu beteiligen, die sich durch den kürzlich erfolgten Rückkauf der Anteile der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich durch die Eigentümerfamilie ergab.

Die Familie bleibt mit 75,01 Prozent im Mehrheitsbesitz. Damit ist das Tiroler Verlagshaus wieder zu hundert Prozent in Tiroler Hand.

Auch in der Vergangenheit setzte die Familie Moser auf partnerschaftliche Beteiligungsverhältnisse. Das zeigt die Unternehmensgeschichte, in der eine hundertprozentige Eigentümerschaft stets die Ausnahme war: 1991 trat die Familie Moser 65 Prozent der Anteile an der Moser Holding an den deutschen Axel Springer Verlag ab.

Nach einem Rückkauf der Aktien im Jahr 2002 beteiligte sie 2003 die Athesia zu 50 Prozent am Unternehmen. 2007 kaufte die Familie die Aktien wieder zurück und übertrug im Zuge des Oberösterreich-Investments im Jahr 2008 14,63 Prozent der Anteile an die RLB Oberösterreich. (TT)


Kommentieren


Schlagworte