„Concordia“-Prozess auf 23. September vertagt

Mehrere Gerichtsverhandlungen wurden bis Dezember angesetzt. Ein Urteil wird im kommenden Frühjahr erwartet.

Grosseto – Das Gericht in der toskanischen Stadt Grosseto hat entschieden, die für Freitag vorgesehene Verhandlung im Prozess um die Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia zu verschieben. Der Prozess gegen Kapitän Francesco Schettino wird damit nach der Sommerpause am 23. September fortgesetzt. Mehrere Gerichtsverhandlungen wurden bis zum 17. Dezember angesetzt. Mit einem Urteil ist im kommenden Frühjahr zu rechnen.

Am Samstag muss der Untersuchungsrichter von Grosseto, Pietro Molino, entscheiden, ob weitere fünf Beschuldigte - zwei Offiziere, der Steuermann, der Costa-Krisendirektor und der Hotelmanager des Schiffes – ohne Hauptverfahren verurteilt werden können. Besonders heikel ist die Position des Steuermanns des verunglückten italienischen Kreuzfahrtschiffs. Der Indonesier soll die englischen Anweisungen des Kapitäns nicht begriffen und einen gravierenden Fehler beim Manöver zur Verhinderung des Zusammenpralls mit einem Felsen vor der Insel Giglio gemacht haben, lautet der Verdacht der Staatsanwälte.

Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 77 Österreicher auf der Costa Concordia. Die Reederei Costa Crociere, Betreiber des Kreuzfahrtschiffs, hat ihre Mitverantwortung anerkannt, da mehrere Angestellte des Unternehmens für das Unglück verantwortlich gemacht werden. Costa Crociere gehört zum US-Kreuzfahrtriesen Carnival. Das Kreuzfahrtschiff war am 13. Jänner 2012 mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der Insel Giglio auf Grund gelaufen und teilweise gesunken. Bei dem Unglück starben 32 Menschen. (APA)

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