Hosp neue Chefin? Ernste Mienen vor Vorwärts-Generalversammlung

Das Lager um Anna Hosp und Christine Oppitz-Plörer hat am Freitagnachmittag zu einer Vorwärts-Generalversammlung gerufen. Ex-Parteiobmann Lindenberger schloss unterdessen eine Umbenennung des Landtagsklubs nicht aus.

Innsbruck - Die in heftige parteiinterne Grabenkämpfe verfangene Liste „vorwärts Tirol“ steht vor der endgültigen Zerreißprobe. Das Lager rund um Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck), Ex-VP-Landesrätin Anna Hosp und weiteren Gründungsmitgliedern hat sich am Freitagnachmittag zu einer für zwei Stunden angesetzten Generalversammlung in einem Innsbrucker Cafe getroffen. Neun Personen nahmen an dem Treffen teil. Anschließend sollen die Ergebnisse der Beratungen in einer Pressekonferenz präsentiert werden.

Vor allem Oppitz-Plörer und Ex-Vorwärts-Geschäftsführer und Klubobmann von „Für Innsbruck“, Lukas Krackl, präsentierten sich vor Beginn der Sitzung mit ernsten Mienen. Innsbrucks Bürgermeisterin wollte vor den wartenden Journalisten keinen Kommentar abgeben. Vor der Tür des Sitzungsraumes wurde sogar ein Sicherheitsmann postiert, um die Medien fernzuhalten. Hosp sagte bei ihrem Eintreffen, dass man einen „Brückenschlag“ in Richtung der Gruppe rund um den abgetretenen Parteiobmann Hans Lindenberger machen wolle. Auf die Frage, ob sie von der Generalversammlung für die Funktion der Parteiobfrau vorgeschlagen werde, meinte sie: „Warten wir mal ab“.

Hosp hatte sich zuletzt für diese Position ins Spiel gebracht. Sollte sich niemand zutrauen, das „finanzielle und imagemäßige Fiasko“, welches Lindenberger hinterlassen habe, zu bereinigen, werde sie sich vor ihrer „Verantwortung als Parteigründerin mit Sicherheit nicht drücken“, hatte sie im Vorfeld gemeint.

Umbenennung des Landtagsklubs?

Lindenberger, der zusammen mit den drei weiteren Vorwärts-Abgeordneten aus dem Vorstand ausgetreten war, schloss unterdessen nicht aus, dass sich der Landtagsklub aufgrund des nicht mehr kittbaren Zerwürfnisses innerhalb der Partei noch vor der nächsten Landtagsitzung im Herbst umbenennen werde. Auch über einen möglichen Parteiaustrittes würden er und seine Mitstreiter „beraten“, meinte Lindenberger. (TT.com, APA)

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