UBS droht Strafe wegen Beihilfe zur Steuerflucht

Fahnder sollen bei Ermittlungen gegen die Schweizer Großbank UBS einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zufolge Anhaltspunkte für Beihilfe zur Steuerhinterziehung für Hunderte deutsche Kunden gefunden haben. Der Schweizer Bank drohten deswegen ein teures Verfahren und Millionenzahlungen, berichtet das Nachrichtenmagazin.

Eine Sprecherin der UBS sagte am Sonntag auf Anfrage: „Dies ist kein neuer Fall, und neue Erkenntnisse sind uns nicht bekannt.“ Die Bank toleriere keine Unterstützung für Steuerhinterziehung, sagte UBS-Sprecherin Dominique Scheiwiller. „UBS fordert deutsche Kunden, die außerhalb Deutschlands betreut werden, schon seit längerem auf, bei Bedarf ihre steuerliche Situation zu bereinigen.“

Gegen deutsche UBS-Kunden wird seit Ende 2012 aufgrund von Daten einer Steuer-CD ermittelt, die das Bundesland Nordrhein-Westfalen angekauft hatte. Im Zusammenhang damit waren kürzlich Geschäftsräume von zehn deutschen UBS-Filialen durchsucht worden, wie die Staatsanwaltschaft in Bochum bestätigte.

Nach Angaben des „Spiegel“ muss die UBS mit einer höheren Buße rechnen als die Großbank Credit Suisse, die in einem ähnlichen Fall 150 Millionen Euro gezahlt habe. Zudem prüfe die Steuerfahndung den Ankauf von mindestens drei weiteren Datenpaketen der UBS.

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