Straße nach Hochzirl für Verkehr wieder freigegeben

Die Arbeiten nach dem Steinschlag am Sonntag sind abgeschlossen. Im Sellrain wartet ein Hausbesitzer noch auf Unterstützung.

© zoom-tirol

Von Nikolaus Paumgartten

Hochzirl, Sellrain –Es war ein arbeitsreicher Montag für die Spezialisten an den Felswänden auf der Strecke von Zirl nach Hochzirl. Aber bereits am Nachmittag konnte der Krisenstab Entwarnung geben und kündigte ein Ende der Straßensperre für 18 Uhr an. Wie berichtet, hatte ein Felsabbruch am Sonntagnachmittag die Sicherungsnetze an der Hochzirlerstraße so stark beansprucht, dass diese beschädigt wurden und Gestein auf die Straße fiel. Aus Sicherheitsgründen wurde die Strecke gesperrt, rund 30 Besucher des Landeskrankenhauses Hochzirl mussten von Bergwacht, Feuerwehr und Taxiunternehmen über den Brunntalweg ins Tal gebracht werden. Das Rote Kreuz Zirl garantierte gestern Früh mit zwei Fahrzeugen den reibungslosen Personal-Schichtwechsel über den Notweg.

Im Laufe des gestrigen Tages wurden die Netze geleert und jene Personen, die am Sonntag ihr Auto stehen lassen mussten, seitens des Landeskrankenhauses über das Ende der Sperre informiert. Bereits um 16 Uhr war es dann soweit und die Straße wurde wieder für den Verkehr freigegeben.

In den kommenden Tagen kann es dennoch zu Behinderungen auf der Strecke kommen, weil die löchrigen Netze geflickt werden müssen.

Dringend aufgeräumt werden müsste auch wenige Kilometer weiter in Sellrain. Wie berichtet, verwüstete dort am Freitag eine Mure den Garten und die Zufahrt zum Wochenendhaus von Josef Winterle. Der fühlt sich von der Gemeinde und der Abteilung für Wildbach und Lawinenverbauung (WLV) im Stich gelassen. „Die Gemeinde hat mir zwar zugesagt, das Holz für die neuen Abflussrinnen zur Verfügung zu stellen. Und die Wildbach hat mir 20 bis 30 Prozent aus dem Katastrophenfonds für die Aufräumarbeiten in Aussicht gestellt“, erklärt Winterle. In Anbetracht der Unmengen an Material, die ums Haus verteilt liegen, für Winterle aber ein schwacher Trost.

Auf Nachfrage der TT erklärt Sellrains Bürgermeister Norbert Jordan, dass man sehr wohl mit einem Bagger und Lkw helfen werde, den Bereich wieder aufzuräumen. Was eine Verbauung betrifft, bremst Jordan allerdings die Erwartungen. Bereits sein Vorgänger habe davor gewarnt, den betroffenen Bereich zu bebauen. Und von kostspieligen Sicherungsmaßnahmen würden lediglich zwei Häuser profitieren, so Jordan.


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