Integrationsstelle in Innsbruck neu eröffnet

Integrationsstaatssekretär Kurz und LH Platter weihten heute die neuen Räumlichkeiten der Integrationsstelle ein.

© Keystone

Von Anita Heubacher

Innsbruck –Was ist zu tun, wenn man nach Österreich kommt? Welche Rechte, welche Pflichten hat man? Wo kann man Deutsch lernen, welche Schul- oder Universitätsabschlüsse werden anerkannt, wo findet man einen Job, welche Werte treiben die Österreicher um?

In der Innsbrucker Lieberstraße 3 bekommen Zuwanderer Antworten oder Info-Broschüren zu diesen Fragen. Die neuen Räumlichkeiten wurden gestern von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und LH Günther Platter (beide VP) eingeweiht. Von 86.500 Zuwanderern in Tirol kommen 55 Prozent aus Deutschland oder anderen EU-Staaten und der Schweiz. Danach kommen Zuwanderer aus Ex-Jugoslawien und der Türkei. 120.000 Menschen in Tirol haben Migrationshintergrund. Die Sprache ist sowohl für Kurz als auch Platter der Dreh- und Angelpunkt. Nicht nur ein, sondern mindestens zwei verpflichtende Kindergartenjahre würden Kurz vorschweben. „Sprachförderung oder Sprachstartklassen sind keine Ghettoisierung. Wesentlich schlimmer ist die Ausgrenzung, wenn Kinder in der Schule sitzen und kein Wort Deutsch verstehen.“

Schon bei der Botschaft im Ausland sollen Zuwanderer auf die Integrationsstellen in Innsbruck, Wien, Salzburg, Graz und Linz aufmerksam gemacht werden, erklärte Franz Wolf-Maier, Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Sieben Mitarbeiter kümmern sich in Innsbruck um die Fragen der Zuwanderer.

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