„Goldene Regeln“ greifen in Salzburg

Salzburg – Mit eigens ausgearbeiteten Richtlinien will die Initiative „art but fair“, prominent angeführt von Mezzosopranistin Elisabeth Kul...

© APA/BARBARA GINDL

Salzburg –Mit eigens ausgearbeiteten Richtlinien will die Initiative „art but fair“, prominent angeführt von Mezzosopranistin Elisabeth Kulman, die Voraussetzungen für einen fairen und respektvollen Umgang innerhalb des Kulturbetriebs schaffen. Als erstes Theater hat sich nun das Schauspielhaus Salzburg diesen „Goldenen Regeln künstlerischen Schaffens“ verpflichtet. „Art but fair“ sei keine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Haltung, sagte Schauspielhaus-Intendant Robert Pienz am Montagnachmittag in einer Aussendung.

„Manchmal hat man sogar den Eindruck, dass in den höchstdotierten Häusern der schlechteste Umgang herrscht. Für das Schauspielhaus Salzburg ist es – gerade weil Geld und Ressourcen knapp sind – eine essenzielle Frage, wie wir täglich miteinander, mit unseren Partnern und Besuchern umgehen“, so Pienz.

Den „Goldenen Regeln“ können sich Künstler, Intendanten oder Leiter von Kultureinrichtungen und Festivals sowie Kulturpolitiker, Behörden, Jurymitglieder oder Sponsoren, Ausbildungsstätten und Kulturmanager verpflichten. Für Theater bedeutet dies unter anderem, keine Arbeitsaufträge ohne vorherigen Abschluss eines schriftlichen Vertrages zu vergeben und Proben und Auftritte „angemessen“ zu bezahlen. Künstler und Mitarbeiter sind „fürsorglich, loyal und gerecht“ zu behandeln, wobei auf das „künstlerische Kapital aller Beteiligten, deren Gesundheit für Körper, Geist und Seele“ besonderes Augenmerk zu legen ist. Zudem verpflichten sich die Unterzeichner zu „angemessenen Probe-, Aufführungs- und Unterkunftsbedingungen“.

Wie der Aussendung weiters zu entnehmen ist, möchte „art but fair“-Initiatorin Elisabeth Kulman die Bewegung nun als Verein eintragen lassen.

Als Folge von Kulmans Engagement war zuletzt ein Streit zwischen der Sängerin und dem Salzburger Festspiel-Intendanten Alexander Pereira entbrannt. (APA, jel)


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