Enorme Preisunterschiede bei Schulstartpaketen

AK-Preismonitor: Die Kosten unterscheiden sich bis zu einem Fünffachen.

Bisher kann eine Suspendierung von Schülern an der Schule selbst nur "angedroht" und dann beantragt werden. (Symbolfoto)
© Thomas Murauer

Wien – Das Schulstartpaket für Erstklässler kann Eltern teuer kommen: Der aktuelle Preismonitor der Arbeiterkammer (AK) für ein Startpaket hat jedenfalls sowohl im Fachhandel als auch bei Handelsketten enorme Unterschiede bei den Kosten aufgezeigt. „Wer nicht Marken sucht, sondern einfach günstig einkaufen muss, soll unbedingt die Preise vergleichen“, riet AK-Konsumentenschützerin Manuela Delapina am Dienstag.

Für den Monitor wurde in Geschäften in Wien ein Warenkorb mit 21 gängigen Produkten für den Schulanfang - wie Schultasche, Radierer, Buntstifte und Hefte - gefüllt. Dabei wurde stets das jeweils billigste Erzeugnis ausgewählt. Durchschnittlich kostete das Paket im Fachhandel 138 Euro und rund 97 Euro bei Handelsketten. Die Schwankungsbreite war allerdings enorm: „Die Preise für ein Startpaket reichen im Fachhandel von knapp 51 bis 248 Euro - also bis zum Fünffachen“, sagte Delapina. Eine Kombination nur aus umweltfreundlichen Produkten kostet im Papier-Fachhandel zwischen 90 und 350 Euro (im Schnitt 209 Euro).

Bei Handelsketten ist das Startpaket zwischen fast 60 bis fast 165 Euro erhältlich. „Allerdings bekommt man nicht alles in einem Geschäft zum günstigsten Preis“, so Delapina.

Auch bei den einzelnen Produkten waren die Preisunterschiede enorm. Die größte Differenz fanden die AK Konsumentenschützer bei einem Borstenpinsel-Set (sechs Stück, verschiedene Stärken): Es kostete von 54 Cent bis acht Euro.

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Um den Schulstart möglichst kostengünstig zu gestalten, hat die AK folgende Tipps parat: Bei den Produkten sollte man etwa neben dem Preis auch auf Qualität und Haltbarkeit achten. „Billig-Filzstifte trocknen meist nach kurzer Zeit aus“, warnte die AK. Generell können aber auch billige Nicht-Markenprodukte qualitativ gut sein, doch sollte man sich da beraten lassen.

„Greifen Sie zu umweltfreundlichen Produkten, etwa zu wieder befüllbaren Filzstiften auf Wasserbasis, Heften mit Recyclingpapier oder Bleistiften ohne Lackierung am Holzschaft“, so die AK. Die Schultasche sollte formstabil sein, hohe Standsicherheit beim Bepacken haben, aus stark belastbarem, reißfesten Material bestehen, wasserundurchlässig und auf der Straße gut erkennbar sein. Beim Rückenteil sollten man darauf achten, dass er orthopädisch geformt ist (geprüft nach DIN 58124). (APA)


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