Wieder ein neuer Architekt für den Musikschul-Bau

Bereits der dritte Architekt ist bei der Errichtung der Musikschule in Kitzbühel im Einsatz. Für die Vergabe gibt es nun Kritik.

© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Aller guten Dinge sind drei – das hoffen zumindest die Lehrer und Schüler der Musikschule und der Hauptschule in Kitzbühel. Denn für den Neubau der Musikschule, welche an die Hauptschule angebaut wird, ist nun inzwischen schon der dritte Architekt zuständig.

Einen Architektenwettbewerb für das Bauvorhaben haben die Architekten „Ortner & Ortner“ gewonnen, für die Umsetzung standen sie aber nicht mehr zur Verfügung und so musste im April des Jahres ein neuer Planer gefunden werden. Damals übernahm der Kitzbüheler Florian Aschaber die Aufgabe. Doch auch dieser musste nun aus gesundheitlichen Gründen das Bauvorhaben abgeben.

„Wir haben die Architekten, welche sich schon im Frühjahr um die Arbeiten beworben haben, gebeten, noch einmal ein Angebot abzugeben. Es war nicht einfach, jemanden zu finden, der in ein laufendes Bauvorhaben einsteigen will, und die Zeit drängte“, sagt dazu Bürgermeister Klaus Winkler. Letztendlich wurde der Architekt Elmar Stock als Bestbieter mit dem Auftrag betraut.

Kritik an der Vorgangsweise gibt es nun von Seiten der SPÖ. Schulreferent Walter Zimmermann und Vizebürgermeister Siegfried Luxner sprechen von mangelnder Kommunikation. „Wir haben von dem Wechsel von dritten Personen gehört, aber nicht vom Bürgermeister oder vom Stadtbauamt“, beklagt Luxner. Sowohl er als auch Zimmermann hätten Verständnis für die rasche Entscheidung, „aber für ein kurzes Telefonat wäre ich immer erreichbar gewesen“, sagt Luxner. Es sei aber keine Seltenheit, dass er nicht informiert würde. „Der Bürgermeister hat die absolute Mehrheit und kann somit alleine entscheiden, aber die Kitzbüheler haben es so gewollt“, gibt sich Luxner resignierend.

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Bürgermeister Winkler zeigt sich verwundert von der Kritik. „Ich habe sowohl die Bürgermeister der Sprengelgemeinden als auch Schulreferent Zimmermann sofort von der Entscheidung informieren lassen“, sagt Winkler. Die Kommunikation aus dem Stadtbauamt würde üblicherweise gut funktionieren, „oft weiß Walter Zimmermann die Sachen sogar vor mir“, betont Winkler.

Ob es durch den Wechsel zu einer Bauverzögerung oder einer Verteuerung kommt, kann Winkler noch nicht sagen. „Dazu ist es zu früh und es wäre unseriös“, sagt Winkler. Eine dramatische Veränderung sowohl beim Fertigstellungstermin als auch bei den Kosten sei aber unwahrscheinlich.


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