Politischer Abschied auf Raten

In Telfs deutet bei der VP einiges auf eine Personalrochade im Gemeindevorstand hin.

© MGT/Dietrich

Von Nikolaus Paumgartten

Telfs –Kommenden Freitag geht es für die Telfer Gemeinderäte wieder in die Berge – heuer auf die Wildmoos-Alm. Die traditionelle Alm-Sitzung Ende August bzw. Anfang September markiert in Telfs für gewöhnlich das Ende der politischen Sommerpause. Eine Pause, in die sich die Telfer ÖVP heuer mit einem Knalleffekt verabschiedet hat.

Wie berichtet, hatten vier Mitglieder der siebenköpfigen VP-Fraktion öffentlich im Gemeinderat den Rücktritt ihres Parteikollegen Gemeindevorstand Florian Stöfelz als Obmann des Sport- und Jugendausschusses gefordert. Und auch seinen Sessel im Gemeindevorstand solle er räumen, verlangte etwa GR Hans Ortner. Die Parteifreunde warfen Stöfelz vor, seine Aufgaben nicht ernst genug und mit mangelndem Engagement wahrzunehmen.

Letztlich beugte sich Stöfelz dem Druck und legte seine Funktion im Jugend- und Sportausschuss zurück. Nach außen hin wurde es in den folgenden Wochen ruhig. Parteiintern galt es jedoch, die Causa aufzuarbeiten. Das habe man schließlich in insgesamt drei Besprechungen auch getan, wie Stöfelz auf Nachfrage der Tiroler Tageszeitung erklärt. Was seinen Sitz im Jugendausschuss betreffe, so sei ohnedies alles klar, Vizebürgermeister Christoph Stock wird den Platz einnehmen.

Angesprochen auf seine politische Zukunft als Gemeindevorstand gibt sich Stöfelz hingegen wortkarg: „Dazu gebe ich keine Stellungnahme ab. Ich gehe aber derzeit davon aus, dass alles geklärt ist und so bleibt. Was die Zukunft bringt, kann ich jetzt aber natürlich noch nicht sagen.“ Für weitere Fragen dieses Thema betreffend verweist er schließlich auf Parteichef Stock.

Doch auch Vizebürgermeister Stock lässt sich nicht in die Karten blicken. Ein klares Bekenntnis zu Stöfelz als Gemeindevorstand gibt er jedenfalls nicht ab: „Was das betrifft, werden wir uns im Herbst Gedanken machen.“ Jetzt gelte es vorrangig, die Kräfte auf die Arbeit für die Gemeinde und vor allem im Sport- und Jugendausschuss zu konzentrieren. „Dort gibt es relativ viel zu tun“, sagt Stock, der sich in der nächsten Ausschusssitzung zum Obmann des Ausschusses wählen lassen will.


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