Erneut Pythonalarm: Schlange lag mitten auf der Straße

Am Montagabend ist bereits zum zweiten Mal in Folge ein Königspython auf der Industriestraße in Enzersdorf an der Fischa gelegen. Für die Sprecherin vom Tierheim Bruck a.d. Leitha ist klar, dass es sich dabei nicht mehr um einen Einzelfall handelt.

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Bruck a.d. Leitha - Fast schon zur Routine wird das Einfangen von Riesenschlangen auf offener Straße für eine Mitarbeiterin vom Tierheim Bruck a.d. Leitha: Am Montagabend ist bereits zum zweiten Mal in Folge ein Königspython auf der Industriestraße in Enzersdorf an der Fischa (Bezirk Bruck a.d. Leitha) gelegen, teilte Helga Longin, Sprecherin des Tierheims, mit. Wiederum hatte die Polizei das Tier entdeckt, wie schon vor zwei Wochen.

„Die Polizei hat auf unserem Notruftelefon gegen 22 Uhr angerufen, dass sie bei einem Firmengelände einen Python gefunden hat“, sagte die Sprecherin. Als die Mitarbeiterin, die bereits vor zwei Wochen an etwa derselben Stelle eine Schlange dieser Gattung eingefangen hatte, am Fundort ankam, hatten die Beamten das Tier bereits in einer Schachtel gesichert. Wie schon zuletzt fing die Frau den Python mit einem Polsterüberzug ein und nahm ihn über Nacht mit nach Hause.

„Die Schlange wird zurzeit an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien untersucht“, erklärte Longin. Für die Sprecherin ist klar, dass es sich nicht mehr um einen Einzelfall handelt: „Ich glaube nicht an Zufälle dieses Ausmaßes. Es stellt sich die Frage, wie viele Pythons insgesamt ausgesetzt wurden.“ Die Tiere könnten zum selben Zeitpunkt freigelassen worden sein, mutmaßte Longin. Immerhin sei es in den vergangenen zwei Wochen warm genug für die Schlangen zum Überleben gewesen. Es sei daher nicht auszuschließen, dass noch weitere Pythons in diesem Gebiet herumkriechen.

In der Zwischenzeit laufen die Ermittlungen nach den Besitzern auf Hochtouren: „Wir haben etliche Hinweise über Facebook bekommen und an die zuständige Behörde weitergeleitet“, so die Sprecherin. Einmal mehr betonte Longin aber, dass das Tierheim für solche Einsätze nicht ausgerüstet ist - normalerweise kümmert es sich um Hunde und Katzen. (APA)


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