Nach Sturz über Brücke: Prozess in Krems um Mordversuch

Ein 24-Jähriger soll einen 21-Jährigen absichtlich von einer Brücke sechs Meter tief in den Kremsfluss gestoßen haben. Der Angeklagte bekannte sich „nicht schuldig“.

Krems - Wegen versuchten Mordes nach einer Rauferei hat sich am Dienstag ein 24-Jähriger vor dem Landesgericht in Krems verantworten müssen. Der Student aus Deutschland soll laut Staatsanwaltschaft einen 21-Jährigen aus dem Waldviertel absichtlich von einer Brücke sechs Meter tief in den Kremsfluss gestoßen haben, wobei der Niederösterreicher schwer verletzt wurde. Ein Urteil sollte am Abend fallen.

Der 24-Jährige hat sich „nicht schuldig“ bekannt und bestritt jegliche Tötungsabsicht, sagte Franz Hütter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Krems. „Er sagt, es war Zufall. Aber das ist widerlegt. Denn, um jemanden von der Brücke zu schmeißen, muss man ihn zuerst anheben“, so Hütter.

Laut Polizei waren der 24-Jährige und ein Freund in der Nacht auf 2. März dieses Jahres in einem Kremser Lokal auf die Gruppe um den 21-Jährigen getroffen, wo es zu einer ersten Auseinandersetzung gekommen sein dürfte. Auf der Wiener Brücke trafen die beiden alkoholisierten Gruppen dann gegen 4.30 Uhr erneut aufeinander und die Prügelei eskalierte.

Augenzeugen gaben an, dass der Deutsche den 21-Jährigen dabei mit voller Absicht über das Brückengeländer in den Bach gestoßen habe und dann davongelaufen sei. Der 24-Jährige sprach hingegen davon, dass er seinem Freund, der am Boden liegend von den anderen getreten wurde, zur Hilfe geeilt war. Der Verdächtige befindet sich seit rund einem halben Jahr in Untersuchungshaft. (APA)

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