„Spaziergänge“ für Serena Williams und Nadal zum US-Open-Auftakt

Flipkens war gegen Venus chancenlos, Nishikori schied überraschend aus, Federers Match musste wegen Regens vertagt werden.

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New York – Serena Williams und Rafael Nadal haben am Montag zum Auftakt der mit 34,3 Mio. Dollar dotierten US Open ihre Favoritenstellung klar untermauert. Williams gab gegen die frühere French-Open-Siegerin Francesca Schiavone (ITA) in einer Stunde nur ein Game ab und Nadal ließ gegen den US-Amerikaner Ryan Harrison beim 6:4,6:2,6:2 ebenfalls nichts anbrennen. Auch alle weiteren im Einsatz befindlichen Top-Ten-Spieler erreichten ohne Satzverlust die zweite Runde.

Die größte Überraschung des Tages lieferte der Brite Daniel Evans: Die aktuelle Nummer 179 der Weltrangliste ließ dem als Nummer elf gesetzten Japaner Kei Nishikori beim 6:4,6:4,6:2 völlig unerwartet keine Chance. Bei den Damen musste sich mit der Belgierin Kirsten Flipkens die Nummer zwölf vorzeitig verabschieden. Allerdings durfte man der zweifachen US-Open-Siegerin Venus Williams (USA) diesen 6:1,6:2-Erfolg natürlich zutrauen. Die ältere der beiden Schwestern trat übrigens mit violettem Haarschopf an.

Serena verkaufte den glatten Sieg gegen Schiavone als schwieriger als es das Ergebnis vermuten lässt. „Das Ergebnis hatte nichts mit dem Match zu tun. Es war nicht so leicht da draußen. Wir haben beide gestöhnt, sind gelaufen und haben gekämpft“, sagte Serena Williams, die nun auf die Kasachin Galina Woskobojewa trifft. Mit dieser Leistung machte sie jedoch klar, dass sie auf dem Weg zu ihrem 17. Major-Titel nur schwer zu stoppen sein wird.

Williams hatte im Alter von 17 Jahren in Flushing Meadows ihren ersten Grand-Slam-Erfolg und im Vorjahr ihren vierten US-Open-Triumph gefeiert. Gewinnt die Weltranglisten-Erste neuerlich, dann ist sie die älteste Siegerin in New York seit Beginn der Profi-Ära 1968: Serena wird am 26. September 32 Jahre jung.

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Für Rafael Nadal war die Rückkehr nach New York besonders emotional: Seine lange Auszeit wegen einer Knieverletzung hatte ihn 2012 zum Zuschauen verdammt. „Das erste Match seit zwei Jahren im Arthur Ashe-Stadion ist ein großartiges Gefühl“, freute sich der Weltranglisten-Zweite. Trotz der windigen Bedingungen schlug er gegen Harrison 28 Winner - von den Knieproblemen der Vergangenheit war jedenfalls nichts zu bemerken.

Einer der Höhepunkte des Tages fiel dann ins Wasser: Der erste Auftritt von Roger Federer in der „night session“ gegen den Slowenen Grega Zemlja musste wegen Regens auf Dienstag vertagt werden. (APA/Reuters)


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