Oppitz-Plörer will sich aus Partei zurückziehen

Die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer werde sich „im Laufe des Jahres“ aus der Partei zurückziehen, erklärte sie laut Vorausmeldung in einem Interview mit „Die Presse“.

© Thomas Böhm / TT

Innsbruck - Nach den monatelangen Grabenkämpfen bei der Liste Vorwärts Tirol hat die Innsbrucker Bürgermeisterin und Mitbegründerin der Gruppierung, Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck), angekündigt, das Handtuch zu werfen. Sie werde sich „im Laufe des Jahres“ aus der Partei zurückziehen, erklärte Oppitz-Plörer laut Vorausmeldung in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“ (Mittwochsausgabe).

Dies sei „von Anfang an geplant“ gewesen, beteuerte das Stadtoberhaupt. Bisher hatte Innsbrucks Bürgermeisterin diesen „Plan“ nicht öffentlich gemacht. Das Projekt „Vorwärts“ sah Oppitz-Plörer indes nicht als gescheitert an. Das Ergebnis bei der Landtagswahl von 9,54 Prozent sei „nichts, wofür man sich schämen muss“. Die Hand zu den abtrünnigen Landtagsabgeordneten rund um den abgetretenen Parteiobmann Hans Lindenberger bleibe ausgestreckt, solange diese „ ihre Eitelkeit hinten anstellen und für die Gruppierung arbeiten“.

Die erbittert geführten Streitereien bei „vorwärts Tirol“ hatten unmittelbar nach der Landtagswahl am 28. April begonnen. Ex-VP-Landesrätin Anna Hosp, die als Listensechste das Grundmandat in ihrem Heimatbezirk Reutte verpasst hatte, blieb der Einzug in den Landtag verwehrt. Hosp soll daraufhin nach Darstellung der Vorwärts-Landtagsabgeordneten gemeinsam mit Oppitz-Plörer Druck auf diese ausgeübt haben, auf ihr Mandat zu verzichten, um dennoch in das Landesparlament einziehen zu können. Ihren bisherigen Höhepunkt fanden die zum Teil gerichtsanhängigen Grabenkämpfe in der Wahl Hosps zur Obfrau durch den neuen Vorstand Mitte Juli. Damit war die Scheidung zwischen Klub und Partei vorerst vollzogen. (APA)


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