Dutzende Tote bei mutmaßlichen Boko-Haram-Angriffen in Nigeria

Die Attacken seien von Islamisten als Vergeltung gegen den Einsatz von Bürgerwehren verübt worden.

Abuja - Bei zwei Angriffen durch mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Sekte Boko Haram im Nordosten Nigerias sind 24 Menschen getötet worden. Die Attacken seien als Vergeltung gegen den Einsatz von Bürgerwehren verübt worden, wie am Dienstag seitens Augenzeugen sowie aus Militärkreisen verlautete. Nach Angaben eines Überlebenden und eines Mediziners wurden allein am Sonntag 18 Menschen in der Stadt Bama umgebracht. Ein Einwohner und ein Vertreter des Militärs berichteten zudem über einen weiteren Angriff in der Stadt Damasak am Montag, bei dem sechs Menschen getötet worden seien.

Das Militär hatte dazu aufgerufen, sich zu Bürgerwehren zusammenzuschließen, um Kämpfer der islamistischen Sekte aufzuspüren. Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die Gruppe verübte zahlreiche blutige Anschläge gegen Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und Kirchen. Bei den Anschlägen und Kämpfen mit der Armee wurden mehr als 3.600 Menschen getötet. Für den Nordosten Nigerias gilt der Ausnahmezustand, seit die Armee im Mai eine Offensive startete, um den Aufstand von Boko Haram zu beenden. (APA/AFP)


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