Red-Bull-Erpresser steht in Salzburg vor Gericht

Der Niederösterreicher wollte den Getränkekonzern um 3,6 Mio. Euro erpressen und drohte mit dem Verunreinigen von Dosen.

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Fuschl - Am Landesgericht Salzburg muss sich am Mittwoch ein 47-jähriger Niederösterreicher verantworten, der heuer den Getränkekonzern Red Bull um 3,6 Millionen Euro erpressen wollte. Er drohte, Dosen des Energydrinks mit Fäkalkeimen und Hepatitis-Viren zu kontaminieren beziehungsweise die Flüssigkeit gegen eine ätzende Säure auszutauschen. Bei der vermeintlichen Übergabe des Geldes im April wartete schon die Polizei und nahm den Mann fest.

Die Anklage lautet auf versuchte schwere Erpressung von zwei Unternehmen. Denn er soll auch mit der Vergiftung von Produkten eines niederösterreichischen Nahrungsmittelerzeugers gedroht und 250.000 Euro gefordert haben. Verunreinigte oder vergiftete Getränke bzw. andere Produkte wurden nie gefunden. Als Motiv nannte der geständige Niederösterreicher seine „tristen finanziellen Verhältnisse“ an. Der Vater von drei Kindern ist bisher unbescholten. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren. Der 47-Jährige - er sitzt in Untersuchungshaft - muss sich vor einem Schöffensenat verantworten. Vorsitzender ist Richter Philipp Nill. (APA)


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