Auf dem Wunschzettel der Austria stehen Real und Barca ganz oben

Nach dem erstmaligen Einzug in die Champions League warten auf die Austria 31 hochqualitative Gegner. Ein Treffen mit Real Madrid würde dabei so manchen Kindheitstraum erfüllen.

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Wien - Nach der überstandenen Qualifikation darf sich die Austria mit der Creme de la creme des Fußballs messen. Gespannt blicken die Wiener am Donnerstag (17.45 Uhr) Richtung Monaco, im Grimaldi-Forum des Fürstentums werden dem österreichischen Meister die Gegner für die am 17. September beginnende Gruppenphase der Champions League zugelost. Auf der Wunschliste der Violetten ganz oben steht das „Weiße Ballett“ aus Spanien, Real Madrid wäre das absolute Traumlos der meisten Austrianer.

Kindheitstraum Bernabeu-Stadion

„Es warten 31 hoch qualitative Mannschaften. Aber natürlich wollen wir die ganz Großen: Real Madrid, FC Barcelona, Bayern München oder Chelsea. Würde einer dieser Clubs nach Wien kommen, wäre das ein Traum“, betonte Trainer Nenad Bjelica. „Seit ich ein Kind bin, träume ich davon, einmal im Bernabeu zu spielen“, stellte Mittelfeldakteur Marko Stankovic klar, dass er einmal in der Heimstätte von Real in der spanischen Hauptstadt kicken möchte.

Um sich mit Cristiano Ronaldo zu messen? „Der ist mir egal. Ich wurde Real-Fan in der Zeit von Zinedine Zidane und Luis Figo, das sind meine Helden“, erklärte Stankovic, der fast fassungslos meinte: „Wir spielen gegen die Creme de la creme des Weltfußballs, das ist unglaublich.“ Mit Iker Casillas steht das Vorbild von Austrias Tormann Heinz Lindner sehr wohl im aktuellen Aufgebot der „Königlichen“. „Casillas ist mein Idol. Sollten wir gegen Real spielen, wäre es ein Traum, wenn ich mit ihm das Trikot tauschen könnte“, sagte Lindner.

„Real Madrid“, antwortete auch Roman Kienast, Austrias umjubelter Goldtorschütze am Dienstagabend im Play-off-Rückspiel gegen Dinamo Zagreb, wie aus der Pistole geschossen auf die Frage nach dem Wunschgegner Nummer eins. In die Menge der bekennenden Fans des spanischen Rekordmeisters mischte sich auch Kapitän Manuel Ortlechner. „Ich bin seit ewig Real-Fan. Aber ich würde auch sehr gerne gegen die Bayern mit David Alaba und Pep Guardiola spielen“, erklärte der Abwehrchef.

Hosiner-Ärger über geplatzten Wechsel verraucht

Wie schnell es im Fußball gehen kann, erkannte am Dienstagabend mit einem Schmunzeln im Gesicht auch Philipp Hosiner. Vor wenigen Wochen hatte sich der österreichische Torschützenkönig noch riesig darüber geärgert, dass sein Transfer zu Hoffenheim geplatzt war. Zu gerne hätte sich Hosiner in der deutschen Bundesliga mit Bayern oder Dortmund gemessen. Nun hat er plötzlich mit der Austria die Chance, auf solche „Granaten“ zu treffen.

„So ist der Fußball. Man weiß nie, wie es kommt. Das ist das Schöne“, sagte Hosiner, der über seine Wünsche für Donnerstag meinte: „Von Real und Barca träumt jeder Fußballer. Aber ich als Chelsea-Fan hätte Chelsea natürlich auch liebend gerne.“ Hosiners Transfer ist nun wohl endgültig völlig vom Tisch, das ließ auch sein Berater Wolfgang Rebernig durchklingen.

Hosiner möchte sich nun voll auf ganz auf die Austria und die „Millionenliga“ fokussieren. Linksverteidiger Markus Suttner hätte - so wie Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer - liebend gerne einen der spanischen Giganten: „Real oder Barca, das wäre geil.“ Wunschlos glücklich war hingegen Mittelfeld-Arbeitsbiene Florian Mader: „Ganz egal was kommt, das alles wird eine Riesenaufgabe und gleichzeitig eine Riesenbelohnung für uns.“ Thomas Parits, der Sportvorstand des Champions-League-Debütanten aus Wien-Favoriten, nannte keine Namen, er wünscht sich lediglich „dreimal ein ausverkauftes Ernst-Happel-Stadion“. (APA)


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