Polizeieinsatz mitten im Hallenbad

Eine Mutter wollte mit dem Kinderwagen im Nassbereich des Hallenbads im O-Dorf bleiben, was nicht erlaubt ist. Die Frau wurde von der Polizei des Gebäudes verwiesen.

Kinderwägen im Hallenbad verstoßen gegen die Badeordnung.Symbolfoto: dpa
© dpa

Von Sabine Kuess

Innsbruck –Der Hallenbadbesuch für eine junge Familie aus Innsbruck endete vor Kurzem mit einem Rauswurf. Die zweifache Familienmutter (Name der Redaktion bekannt) besucht nach eigenen Angaben seit knapp einem halben Jahr regelmäßig das Hallenbad im O-Dorf mit ihren zwei Töchtern und ihrem Mann. Zuletzt kam sie aber mit dem diensthabenden Bademeister in eine Diskussion, nachdem er sie aufforderte, den Schwimmbadbereich mit dem Kinderwagen zu verlassen. „Mein neun Monate altes Kind hat geschlafen und ich hatte es im Kinderwagen. Als wir aus dem Restaurant kamen, forderte uns der Bademeister plötzlich auf zu gehen“, schildert sie ihre Sicht der Dinge. Sie sei „immer an der gleichen Stelle“, wenn sie mit ihren Kindern im O-Dorf schwimmen geht, dass das Befahren mit dem Kinderwagen verboten sei, „hat mir bisher niemand gesagt“, erklärt sie. An besagtem Sonntag sei es dann mit dem Bademeister zum Streit gekommen. „Mein Mann ist dann auch laut geworden“, gesteht sie ein. Schlussendlich habe der Bademeister die Polizei gerufen und die junge Familie wurde von den Beamten hinausbegleitet. Ein vorerst ausgesprochenes Hausverbot hätten die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) danach wieder zurückgenommen.

Von Seiten der IKB heißt es, dass „das Befahren des Bades mit dem Kinderwagen aus hygienischer Sicht mit einem Begehen mit Straßenschuhen gleichkommt und daher nicht gestattet ist“. Nachdem die Familie die Anordnung des Bademeisters, das Bad zu verlassen, nicht befolgt hat, „nahm der Badewart die Unterstützung der Polizei in Anspruch“. In einem Gespräch habe man der Mutter auch gesagt, „dass sie aus dem bisherigen ungehinderten Befahren des Bades nicht eine generelle Erlaubnis ableiten dürfe“, heißt es in der Erklärung der IKB. Dass man die Polizei rufe, weil Badegäste sich weigern, sich an die Badeordnung zu halten, sei „ein absoluter Ausnahmefall“. Die Regelung, dass man aus hygienischen Gründen nicht mit Straßenschuhen in den Nassbereich eines Hallenbades dürfe, werde auch auf Rollstühle umgelegt. „Für Behinderte haben wir eigene Rollstühle, die nur im Bad verwendet werden dürfen“, erklären die IKB. Bei Kinderwägen dürfe man das Oberteil ins Bad mitnehmen, für den Gartenbereich gebe es wiederum einen eigenen Zugang und Abstellplätze.

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