Ein Fest, das die Nationen verbindet

Eine kulinarische Weltreise durch 20 Nationen aus vier Kontinenten, gewürzt mit Musik- und Tanzdarbietungen erwartet die Besucher am 14. September beim Fest der Nationen in Wörgl.

© Spielbichler

Von Veronika Spielbichler

Wörgl –Bald ist es wieder so weit: Bereits zum dritten Mal findet in Wörgl das Fest der Nationen statt. Die Speckbacherstraße und der Stadtplatz werden am Samstag, 14. September, wieder zum Festplatz für das bunte Spektakel, das um 13 Uhr beginnt.

„Das Alleinstellungsmerkmal unseres Festes in Tirol besteht aus der Mischung von sehr vielen Nationen und der Verbindung von kulturellen Eindrücken mit den Speisen verschiedener Länder“, erklärt Organisationsleiter Andreas Kovacevic und freut sich über den neuen Teilnahmerekord: „Im Vorjahr waren es 15 Nationen, heuer sind bereits 20 gemeldet.“ Dementsprechend wird auch der Festplatz in der Speckbacherstraße etwas vergrößert, wobei die Bühne heuer am Stadtplatz beim Polylog steht.

Den Ausschank übernimmt wieder die Stadtmusikkapelle Wörgl und Vinogusto mit Wein­spezialitäten. An 22 Ständen werden landestypische Speisen angeboten, wobei die Gastgeber großteils Privatpersonen sind. Das Fest der Nationen setzt auf viel Eigeninitiative. Auch bei der Organisation, hinter der nicht ein Verein oder die Stadt, sondern ein siebenköpfiges Personenkomitee steht, in dem Mitglieder des Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Integrationsausschusses sowie des Vereins Komm!unity mitarbeiten.

Ein Fest, das die Vielfalt sichtbar und Lust aufs Kennenlernen fremder Kulturen und auf gemeinsames Feiern macht – die Idee dazu hatte Andreas Kovacevic schon vor Jahren als Vorsitzender des Integrationsbeirates. Doch erst mit neuen Gesichtern in der Gemeindestube gelang 2011 die Premiere, die zuvor gehegte Bedenken – zu teuer, zu wenig Interesse und wozu überhaupt? – zerstreute.

Mit einem Mini-Budget von 3000 Euro erzielt das „Stadtfest der Nationen“ einen Mega-Effekt – das große Publikumsinteresse beim ersten Fest wurde beim zweiten nochmals überboten. „Unser Ziel war von Anfang an, das Fest mit den Mitwirkenden ohne große öffentliche Subventionen zu gestalten“, erklärt Gemeinderat Christian Kovacevic.

Ein Konzept, das offenbar Früchte trägt. Auch exotische, wie ein Blick ins kulinarische Angebot sowie ins Kulturprogramm zeigt, das wieder mit dem Einzug der Jugendmusikkapelle Bruckhäusl und der Kinder mit den Flaggen der mitwirkenden Nationen eröffnet wird. Unter anderem gibt es heuer erstmals eine mexikanische Tanzeinlage, aber auch genauso Bewährtes wie Samba und Capoeira aus Brasilien.

Volkslieder und Tänze vom Balkan und aus der Türkei treffen auf Tiroler Schuhplattler, afrikanische Trommelrhythmen und schottische Dudelsack-Klänge. Nachmittags organisiert Melanie Unterganschnigg und ihr Team Spiele und eine Kinderschmink-Station.

Beim großen Schlusskonzert ab 20.15 Uhr gibt es türkischen und serbischen Pop-Rock. Als besondere Attraktion wertet Andreas Kovacevic den Auftritt von Rico Sanchez. Der gebürtige Mazedonier tourte schon mit den Gipsy Kings um die ganze Welt. „Neu ist unsere Open-Stage-Bühne, auf der ab 21.30 Uhr alle Musiker eingeladen sind, miteinander zu musizieren“, kündigt Kovacevic an und ist gespannt darauf, ob es zum Abschluss um 22.15 Uhr das Abschlusslied „We are from Austria“ – Rainhard Fendrichs „heimliche“ Bundeshymne – als gemeinsamen Chor geben wird.


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