Bosnien für Strafmaßnahmen gegen radikale Islamistenkämpfer

Laut Innenminister Radoncic sind rund 340 bosnische Wahhabiten Kriegsteilnehmer u.a. in Syrien und Afghanistan.

Sarajevo - Bosnien erwägt mögliche Strafmaßnahmen gegen jene Bürger, die an der Seite radikaler Islamistengruppen an diversen Kriegen im Ausland, darunter in Syrien, teilnehmen. Der öffentliche Einsatz für ein einschlägiges Gesetz kam im Parlament von Innenminister Fahrudin Radoncic. Nach Erkenntnissen des Innenministeriums dürften derzeit etwa 340 bosnische Bürger, mehrheitlich Anhänger der radikalen Wahhabiten-Bewegung, in Syrien, Afghanistan und in anderen Krisenherden kämpfen.

Laut früheren Medienberichten in Sarajevo hatten sich bosnische „Jihad-Kämpfer“ in Syrien mehrheitlich der Al-Nusra-Front, einer mit dem Terrornetzwerk Al Kaida in Verbindung stehenden Rebellenorganisation, angeschlossen.

Mit dem Problem der radikalen Islamisten, die in Syrien kämpfen, ist auch Serbien konfrontiert. Wie die Tageszeitung „Blic“ am Donnerstag berichtete, dürfte es sich um mehrere Dutzend Muslime aus dem südwestserbischen Sandschak handeln, einer mehrheitlich muslimischen Region. Genaue Zahlen liegen nicht vor.

Unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete das Blatt, dass sich die serbische Polizei nicht mit deren Aktivitäten im Ausland befasse, sich allerdings für deren Verhalten nach der Rückkehr interessiere.

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In Bosnien und Serbien dürfte es laut dem Belgrader Blatt etwa 40.000 Wahhabiten geben, etwa zehn Prozent von ihnen dürften auch zur Teilnahme an Kriegen und Terroraktionen bereit sein. (APA)


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