Mehr als 30 Tote bei Taliban-Anschlägen in Afghanistan

Bei Angriffen auf einen Polizei-Konvoi und eine Militärbasis kamen mehr als 30 Menschen ums Leben.

Kabul – Bei Anschlägen der radikalislamischen Taliban in Afghanistan sind mehr als 30 Menschen getötet worden. Ein Konvoi der Polizei sei am Mittwoch in Bakwa auf der wichtigsten Fernstraße im Westen des Landes in einen Hinterhalt geraten, sagte der Sprecher der Provinz Farah am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. „Bei den Gefechten wurden 15 Beamte der nationalen Polizei getötet und zehn weitere verletzt, auch mehrere Taliban wurden getötet.“

Der 2200 Kilometer lange „Highway One“ ist eine ringförmige Fernstraße, die die Städte Kabul, Kandahar, Herat und Masar-i-Scharif miteinander verbindet. Entlang der Route kommt es immer wieder zu Anschlägen, Entführungen und Überfällen.

Mindestens 16 weitere Menschen wurden am Mittwoch einer Serie bei Taliban-Anschlägen in anderen Landesteilen getötet. Unter anderem wurden ein US-Soldat, vier Polizisten und drei Zivilisten beim Angriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der NATO und der afghanischen Armee im Osten des Landes getötet.

In jüngster Zeit hat die Zahl der tödlichen Anschläge in Afghanistan wieder zugenommen. Mit dem schrittweisen Rückzug der ausländischen Truppen haben afghanische Kräfte landesweit die Sicherheitsverantwortung übernommen. Präsident Hamid Karsai bemüht sich derzeit um Friedensgespräche mit den Taliban. Er will den Konflikt mit den radikalislamischen Aufständischen vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden April und dem Abzug aller ausländischen Kampftruppen bis Ende 2014 beenden. (APA/AFP)

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren


Schlagworte