Einbrecher treiben in Tirol ihr Unwesen, Zahl der Delikte steigt

In Tirol wurden in den Monaten Jänner bis Juni 2013 insgesamt 24.394 Straftaten zur Anzeige gebracht. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2012 waren es 24.068 angezeigte Delikte.

Innsbruck – Die Kriminalstatistik für Tirol weist im ersten Halbjahr 2013 eine deutliche Steigerung der Einbruchdiebstähle vor. Dazu gehören Objekte wie Geldinstitute, Apotheken, Ordinationen, Gaststätten, Büro- und Geschäftsräume, Werkstätten und Fabrikräume (22,4 Prozent). Eingebrochen wird aber meist in Wohnhäuser (43,9 Prozent).

Die Steigerung sei laut Landespolizeidirektion Tirol auf größere Einbruchserien im Frühjahr 2013 zurückzuführen. „Nach der Festnahme von Tätergruppen aus Moldawien, Albanien und Rumänien im April und Mai 2013 – in einem Fall reiste eine albanische Tätergruppe eigens aus Frankfurt an, um in Tirol Einbrüche zu begehen – konnte die Einbruchskriminalität in unserem Bundesland in den Monaten Juni und Juli durch Umsetzung zusätzlicher kriminalpolizeilicher Maßnahmen signifikant zurückgedrängt werden“, teilte die Landespolizeidirektion Tirol am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Mehr Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz

Eine deutliche Steigerung gibt es bei den „Delikten nach strafrechtlichen Nebengesetzen“ (Plus 58,6 Prozent). Laut Polizei wurden deutlich mehr Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz erstattet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Innsbruck entfallen von den 6623 angezeigten Straftaten 913 auf Suchtmitteldelikte. Gestiegen sind auch die Betrugsdelikte (Plus 10,13 Prozent) in Tirol.

Rückgang in Kitzbühel und Lienz

Erfreuliche Spitzenreiter in den Bezirken, was den Rückgang der angezeigten Fälle betrifft, sind die Bezirke Kitzbühel (Minus zwölf Prozent) und Lienz (Minus acht Prozent). Gleichzeitig ist tirolweit eine leichte Steigerung der geklärten Delikte um 0,3 Prozent zu verzeichnen, was in Summe eine Aufklärungsquote von 47,0 Prozent entspricht. Damit liegt Tirol deutlich über dem österreichischen Durchschnitt (Aufklärungsquote von 42,3 Prozent). (TT.com)


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