Erster Tiroler Trumpf stach nicht

Unterwurzacher musste bei Judo-WM in Runde zwei die Segel streichen. Heute startet Graf.

© Andreas Rottensteiner / TT

Innsbruck –Völlig erschöpft und außer Atem lag Kathrin Unterwurzacher (bis 63 kg) nach fünf kräfteraubenden Minuten auf der Matte in der WM-Halle von Rio de Janeiro. Mit der Hand strich sie sich Schweiß und ein paar Tränen aus dem Gesicht. In Runde zwei war für die 21-Jährige vom Judozentrum Innsbruck gegen Tina Trstenjak (SLO) Endstation. Runde eins ging noch glatt, dort hatte sie die Kolumbianerin Diana Velasco in die Knie gezwungen.

Gegen die bullige Slowenin (Nr. 8 der Welt) war jedoch nichts zu machen. „Leider war die Niederlage relativ klar“, meinte Trainer Martin Scherwitzl. In seiner Stimme klang noch die Enttäuschung mit. „Kathrin hat alles gegeben. Für sie gibt es den Gedanken der Niederlage nicht.“ Die Hoffnung, dass Unterwurzacher bei ihrer ersten WM in der allgemeinen Klasse überraschen würde, wurde zu früh gestoppt. „Wir sind noch nicht so weit, aber wir bleiben dran“, betonte Scherwitzl.

Ernst wird es heute für die zweite Tirolerin in Rio, Bernadette Graf. Sie trifft zuerst auf Maria Perez aus Puerto Rico. Eine lösbare Aufgabe. Aber, so Scherwitzl: „Der erste Kampf ist der schwierigste.“ (ben)


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