Zwei Geburtstagskinder und viel grünes Licht

In Vorbereitung auf das Gastspiel bei der Wiener Austria meldeten sich gestern einige Wacker-Kicker zurück.

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Von Alex Gruber

Innsbruck –Strahlender Sonnenschein und zwei Geburtstagskinder lachten der Wacker-Familie gestern am Tivoli-Areal bei der Nachmittagseinheit entgegen. Coach Roli Kirchler gratulierte Daniel Brauneis zum 27. Geburtstag, der zweite Jubilar stand mit dem Koffer an der Outlinie: Still und bescheiden, wie man ihn eben auch aus seiner Unterhaus-Zeit beim SV Matrei kennt, wurde Masseur Patrick Bernhaupt 30 Lenze alt.

Es grinsten auch andere. Etwa Michael Steinlechner, der sich nach den Sperren der beiden Defensivkräfte Tomas Abraham und Stipe Vucur wohl erstmals in Wackers Bundesliga-Kader wiederfinden wird. Die Innenverteidigung mit Sebastian Siller („In Grödig habe ich ein bisschen Spanisch gelernt“) und seinem baskischen Kollegen Egoitz Jaio ist ohnehin in Stein gemeißelt. Auf der Außenbahn wird Christian Schilling, der auch gestern verletzt in der Kabine blieb, fehlen. Alex Hauser schnürte dafür wieder die Schuhe, bei Marco Kofler und Lukas Hinterseer gibt’s nach vorangegangenen Blessuren wohl auch grünes Licht.

„Wir werden im Laufe der Saison wegen Verletzungen und Sperren alle Spieler brauchen“, wiederholt Kirchler gebetsmühlenartig. Ob er Simon Piesinger statt oder eben neben Kofler als Doppelsechs gegen die violetten Champions-League-Starter zur defensiven Absicherung und Erhöhung der eigenen Gefahr bei den Standard­situationen bringt, wird in den nächsten Stunden noch ausgelotet. „Piesi war beim 1:1 einer der Wichtigsten in Wiene­r Neustadt“, lobt Kirchler in jedem Fall seinen dort eingewechselten Funkturm (192 cm).

Was für Zeichen die Austria nach dem Einzug in die europäische Königsklasse sendet, bleibt freilich abzuwarten: „Sie haben gegen Zagreb schon am Dienstag gespielt, werden also von der Kraft her keine Probleme haben. Vielleicht bringt Bjelica zwei, drei frische Leute. Er hat einen Kader mit Bombenqualität“, blickt Kirchler den Veilchen entgegen. Aus eigener Europacup-Erfahrung weiß der Wacker-Coach aber auch, dass die Gefahr für den Meister in den Hinterköpfen lauert: „Die Champions-League-Auslosung war, große Gegner warten. Irgendwie fokussiert man sich da vielleicht unbewusst auf die großen Sachen.“ Wacker – „Wir werden ihnen gratulieren, aber nicht ehrfürchtig sein“ – konzentriert sich auf sich selbst.


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