Bauherr macht Werbung für umstrittenes Projekt

Baumeister Anton Rieder versteht die Kritik am Projekt Gretter neu nicht. Das neue Gebäude sei sogar weniger hoch als das alte.

© Michael Mader

Von Michael Mader

Kufstein –Das so genannte Projekt Gretter der Firma Riederbau neben dem Endacher Hof wird den Gemeinderat auch noch ein drittes Mal beschäftigen: Bereits zweimal wurde es mehrheitlich genehmigt – einmal die große Variante, einmal die abgespeckte Variante.

Entstehen soll nun in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus statt des Hauses von Werner Gretter ein Wohn- und Geschäftshaus. Von den 19 Wohnungen sollen neun für das Schülerheim des Bezirkskrankenhauses gebaut werden. Immer wieder wurden aber heftige Gegenstimmen aus der Bevölkerung laut. Hauptkritikpunkte: zu groß und eine zu hohe Baudichte.

Dagegen wehrt sich jetzt Firmenchef Anton Rieder jun. und hat ein paar Berechnungen bezüglich der Baumassendichte, also des an der Oberfläche verbauten Raumes, angestellt. „Wir haben die Baumassendichte jetzt von 6,5 auf 5,7 reduziert, dürften wir die öffentlichen Straßen rund um das Projekt dazurechnen, kämen wir sogar auf einen Wert von 3,4. Im Gegenzug kommt man bei der Nachbarfläche auf eine Baumassendichte von 3,85. Würde man hier den Schotterparkplatz abziehen, kommt 6,5 heraus“, sagt Rieder.

Er ist sich zwar bewusst, dass diese Berechnungen so nicht zulässig sind: „Aber es soll zeigen, wie relativ diese Zahlen sind.“

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Nichtsdestotrotz sei der First des derzeit noch stehenden Gretter-Baus um zwei Meter höher als das Projekt Gretter neu und der Neubau fällt um einen Meter niedriger aus als das Nachbargebäude. Mittlerweile beschäftigt sich die Firma Riederbau schon seit eineinhalb Jahren mit dem Projekt. Rieder: „Bei der ersten Bauausschusssitzung waren alle dafür. Nach der Stadt- und Gemeinderatssitzung ist dann Kritik aufgekommen.“ Mit ihm selbst wollte aber niemand reden. „Auch die Einsprüche, die es gegen das Projekt gibt, kenne ich nicht. Ich habe die Kritik immer nur aus der Zeitung erfahren“, sagt Rieder. Trotzdem habe er das Projekt abspecken lassen. „Wir haben uns das gut überlegt. So ist es wirtschaftlich machbar, es ist auch ortsverträglich und hat eine gute Architektur.“ Ihm bleibt jetzt allerdings nichts anderes übrig, als auch die dritte Entscheidung der Gemeinderäte abzuwarten: „Ich hoffe, dass sie demnächst fällt und es würde mich schon sehr überraschen, wenn die Entscheidung plötzlich anders ausfällt.“


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