Coaster feiert den 10. Geburtstag

Im August 2003 wurde der Alpine Coaster in Hoch-Imst eröffnet. Bald darauf brauchte es ein Sanierungskonzept für die Bergbahnen. Heute ist die Alpen-Achterbahn die große finanzielle Stütze.

Von Alexander Paschinger

Imst –2002 standen die Imster Bergbahnen am Scheideweg. Und Imst wählte unter der Führung des Hoteliers Franz Krismer einen damals revolutionären, aber auch riskanten Weg: Man baute den Alpine Coaster, der im August 2003 schließlich in Betrieb ging. Was heute auf eine Erfolgsgeschichte mit mehr als 1,1 Millionen Fahrten zurückblicken kann, war damals eine unsichere Sache.

„70.000 Fahrten im Jahr, sagte man damals, würde der Coaster brauchen“, erzählt heute Bürgermeister Stefan Weirather. „Zwischen 110.000 und 120.000 Fahrten sind es“, ergänzt der Geschäftsführer der Imster Bergbahnen, Bernhard Schöpf. Indem alle an einem Strang gezogen und das gezielte Marketing für den Alpine Coaster eingeschlagen hatten, „funktioniert es – und die Bergbahnen gibt es noch immer“, so Schöpf.

„Der Coaster setzte sich wahrscheinlich damals auch deshalb durch, weil es die zweite Idee eines Golfplatzes gab“, so Weirather. Da sei die Alpen-Achterbahn schon in den Hintergrund gerückt. Und es gab das Einvernehmen mit der Agrargemeinschaft, was „auch sehr wichtig war“. Letztlich sei der Coaster auch nieder gebaut worden – das hing aber vor allem mit den angezogenen Stahlpreisen zusammen.

Wobei der Bau trotzdem die finanzielle Situation noch einmal verschärfte. Rund 2,5 Millionen Euro hatte der Alpine Coaster verschlungen. Ein Jahr nach der Eröffnung musste ein Sanierungskonzept her. Inhalt: Die Schulden binnen zehn Jahren zurückzahlen. „Das sind immerhin jährlich 200.000 Euro“, so Weirather, „aber Ende 2014 ist es fertig.“ Und man sei nicht wenig stolz darauf, dass „seit dem Coaster die Bergbahnen den laufenden Betrieb und die Rückzahlungen bestreiten können“, so der Stadtchef.

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Entsprechend schaut man in Hoch-Imst positiv in die Zukunft. Als Nächstes steht die Beschneiungsanlage an. In der Vergangenheit habe die Stadt gerade bei Verschleißteilen viel in die Bergbahnen investiert. So werden die neuen Klemmen oder die neue Elektronik sowie ein neues Pistengerät hervorgehoben. „Technisch sind wir heute auf einem guten Stand“, ist Geschäftsführer Schöpf überzeugt.

Heute fügt sich der Alpine Coaster in das Wander- und Skigebiet ein. Vergangenes Jahr wurden Sunorama und Adlerhorst errichtet, heuer ist man dabei, die Untermarkter Alm nach dem verheerenden Brand wieder zu errichten.

Heute Nachmittag wird das 10-Jahr-Jubiläum ab 14 Uhr mit einem Konzert von Willi Resetarits mit dem Stubnblues gefeiert.


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