Turbulenzen um Baufirma von Kaufhaus Lienz

Von Nina Werlberger...

Das Areal für das geplante Kaufhaus Lienz mit Umfahrungsstraße.
© Oblasser

Von Nina Werlberger

Lienz –Die Mutter jener Südtiroler Baufirma, die das viel diskutierte Kaufhaus Lienz errichten will, droht in die Insolvenz zu schlittern. Die Hobag AG sowie zwei weitere Gesellschaften der Firmengruppe Reichegger (Hobag Project GmbH und Reichegger Immobilien AG) haben in der Vor­woche beim Landesgericht Bozen Antrag auf Zulassung zum gerichtlichen Ausgleich gestellt, wie die Südtiroler Unternehmensgruppe mitteilte.

„Das Kaufhaus Lienz ist davon nicht betroffen“, versichert Projektleiter Bernhard Pöll. Er ist Geschäftsführer der Innsbrucker Baumanagementfirma ICM, die das Einkaufszentrum plant. Zuständig für das Kaufhaus Lien­z sei nicht die Hobag AG, sondern die Hobag Immobilie­n GmbH, die eigenständig sei. „Es gibt keine rechtliche Verflechtung“, betonte Pöll. Er fürchtet daher nicht, dass auch diese Firma im Zuge einer möglichen Insolvenz mitgerissen werden könnte. Vielmehr gibt er sich optimistisch, dass nach den zahlreichen Verzögerungen nun im November mit dem Bau begonnen werden könne. „Wir sind zu über 90 Prozent vermietet und es wird noch im September die abschließende Bauverhandlung stattfinden.“ Zwar rechne man mit ein bis zwei weiteren Einsprüchen, die jedoch den Bau nicht mehr verzögern sollten.

Info am Rande: Die Firma ICM gehört der Privatstiftung von René Benko. Der Innsbrucker Immo-Investor investiert allerdings selbst nicht in das Kaufhaus Lienz. Man sei nur Dienstleister, betonte Pöll.


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