BBT SE schrieb drei Baulose mit Volumen über 838 Mio. Euro aus

Bisher wurden rund 28 Kilometer Tunnelanlagen beim Brennerbasistunnel ausgebrochen.

© thomas boehm

Innsbruck – Die Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE hat drei Baulose mit einem geschätzten Auftragsvolumen von 838 Mio. Euro ausgeschrieben, beziehungsweise deren Ausschreibungen angekündigt. Es handle sich dabei um die größte Ausschreibung der BBT SE bisher, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Das mit 460 Mio. Euro größte Volumen weise dabei die europaweite Ausschreibung für das Baulos „Tulfes–Pfons“ auf.

Dieses Baulos umfasse einen weiteren Abschnitt des Erkundungsstollens, den Rettungsstollen für die Umfahrung Innsbruck und zwei Verbindungstunnels. Es beinhalte den Bau des 15 Kilometer langen Erkundungsstollenabschnittes vom Ahrental Richtung Süden bis ins Gemeindegebiet von Pfons.

Das zweite Baulos umfasst laut BBT SE die Unterquerung des Eisacks, des zweitgrößten Flusses Südtirols. Dabei gehe es um die Realisierung der Haupttunnelröhren des BBT sowie der beiden Verbindungstunnels zur bestehenden Eisenbahntrasse zwischen Oberau und Mittewald, einen Kilometer nördlich von Franzensfeste. Dort sollen die Tunnels nur wenige Meter unterhalb des Eisacks durch laufen. Die Auftragssumme für dieses Bauvorhaben wurde auf 370 Mio. Euro geschätzt. Die vorbereitenden Baumaßnahmen sollen im Frühjahr 2014 beginnen. Der Ausbruch der Haupttunnelröhren war ab Sommer 2015 vorgesehen. Die Bauzeit soll zwischen neun und zehn Jahren betragen.

Zudem sei auch ein Belüftungsschacht mit geschätzten Kosten von 8 Mio. Euro ausgeschrieben worden. Der 180 Meter tiefe Schacht liege im Gemeindegebiet von Patsch bei Innsbruck und verbinde den Zufahrtstunnel Ahrental mit der Oberfläche.

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Im Gesamtprojekt seien bis zum heutigen Tag über 28 Kilometer Tunnelanlagen in Nord- und Südtirol ausgebrochen worden, so die BBT SE. Informationen zu den Ausschreibungen wurden auf der BBT SE Homepage unter www.bbt-se.com veröffentlicht. (APA)


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