Gewalttätige Proteste gegen Freihandelsabkommen

Bogotá – Bei Zusammenstößen in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá sind am Donnerstag (Ortszeit) zwei Menschen getötet und 150 Menschen verletzt wo...

© X02467

Bogotá –Bei Zusammenstößen in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá sind am Donnerstag (Ortszeit) zwei Menschen getötet und 150 Menschen verletzt worden. Seit zwei Wochen protestieren Landarbeiter in Kolumbien für Zuschüsse in der Landwirtschaft und gegen Freihandelsabkommen. Die Abkommen – u. a. mit den USA und der EU – führen angeblich zu Billigimporten und Preisverfall. Tausende Menschen sind in Großstädten auf die Straße gegangen. Mittlerweile schlossen sich auch Lkw-Fahrer, Bergarbeiter, Universitätsangestellte und andere Berufsgruppen den Protesten an. Präsident Juan Manuel Santos räumte zwar ein, dass die Landwirtschaft „in einer Krise“ stecke, schickte gestern aber trotzdem 50.000 Soldaten auf die Straße, um die Sicherheit wiederherzustellen. Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón bezeichnete die Demonstranten als „Vandalen und Verbrecher mit finsteren Absichten im Dienst der FARC-Rebellen“. Die „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) unterstützen die Proteste und fordern im Rahmen der aktuellen Friedensverhandlungen eine Agrarreform. (APA, AFP)

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren


Schlagworte